Arbeit - wann dürfen Flüchtlinge arbeiten?

Ob ein Flüchtling eine Beschäftigung, ein Praktikum oder eine Ausbildung aufnehmen darf, ist abhängig von seinem Aufenthaltsstatus.

Anerkannte Asylsuchende dürfen jede Beschäftigung aufnehmen.
Dazu zählen Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte (siehe Aufenthaltsrechtlicher Status). Arbeitgeber müssen in diesem Fall nichts gesondert beachten.

Wer Arbeit sucht, kann sich an die Kommunale Arbeitsförderung wenden:
Richard-Wagner-Straße 10-12, 77694 Kehl
Telefon: 07851 94875008
arbeitsfoerderung.kehl@ortenaukreis.de

Einen Überblick über Beschäftigungsmöglichkeiten von Asybewerbern, Schutzberechtigten und ausreisepflichtigen Ausländern gibt folgendes Faltblatt.

Beschäftigung von Asybewerbern, Schutzberechtigten und ausreisepflichtigen Ausländern

Flüchtlinge, die in einer Erstunterkunft in Kehl leben, dürfen sofort nach ihrer Ankunft:

  • unentgeltliche ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen;
  • Arbeitsgelegenheiten nach §5 des Asylbewerberleistungsgesetzes annehmen: Dazu zählen Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, bei kommunalen und bei gemeinnützigen Trägern, sofern die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde. Die Aufwandsentschädigung beträgt 1,05 Euro. Die Tätigkeit muss durch den Ausländer beim Landratsamt angezeigt werden.

Nach einem Aufenthalt von mindestens drei Monaten haben Flüchtlinge folgende Möglichkeiten:

  • Sie können Praktika nach §22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1-4 des Mindestlohngesetzes machen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.
  • Sie können jede staatlich anerkannte oder vergleichbar geregelte Berufsausbildung beginnen. Die Zustimmung der Agentur für Arbeit ist dafür nicht nötig.
  • Sie können mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit eine Beschäftigung ausüben; Voraussetzung für die Arbeitserlaubnis ist, dass keine gleichwertige Bewerbung von deutschen oder anderen vorrangig zu behandelnden Arbeitnehmern vorliegt. Die Vorrangprüfung entfällt für Hochschulabsolventen in Engpassberufen, die die Voraussetzungen für eine Blaue Karte EU erfüllen, ebenso wie für Fachkräfte, die eine anerkannte Ausbildung für einen Engpassberuf haben oder an einer Maßnahme für die Berufsanerkennung teilnehmen. Der Antrag wird bei der Ausländerbehörde der Stadt Kehl gestellt. Um den Antrag stellen zu können, muss der Flüchtling bereits eine konkrete Stelle gefunden haben:

    e.buehler@stadt-kehl.de   07851 88-1222
    d.kapp@stadt-kehl.de        07851 88-1224
    c.sommer@stadt-kehl.de 07851 88-1223

Nach einem Aufenthalt von mehr als 15 Monaten beurteilt die Bundesagentur für Arbeit ohne Vorrangprüfung. Asylbewerber, die sich bereits seit vier Jahren ununterbrochen mit einer Aufenthaltserlaubnis, einer Duldung oder einer Aufenthaltsgestattung in Deutschland aufhalten, benötigen keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit mehr, haben uneingeschränkten Zugang zu jeder Art von Beschäftigung (Ausnahme: selbstständige Tätigkeit).

Die Agentur für Arbeit in Kehl befindet sich am Bahnhofsplatz3.

Ausführliche Informationen zu den Möglichkeiten für Flüchtlinge, eine Beschäfitung aufzunehmen, enthält das Handbuch zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, welches das Landratsamt Ortenaukreis herausgegeben hat.

Weitere ausführliche Informationen enthält die Broschüre des Paritätischen Gesamtverbandes über den Zugang zum Ausbildungsmarkt und Fördermöglichkeiten für junge Flüchtlinge.

  • 09.10.2017  Neuer Teilzeitkurs DaBEI!

    Mit dem zweijährigen Teilzeitkurs DaBEI! bietet der katholische Fachverband IN VIA ein neues Projekt für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung in Offenburg an.

  • 04.10.2017  Mitmachtage in Sportvereinen

    Von Montag, 16. Oktober, bis Samstag, 28. Oktober, laden die Kehler Turnerschaft, die Spielvereinigung Sundheim und der Twirling Tanzsportverein Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, verschiedene Angebote auszuprobieren.

  • 02.10.2017  Interkulturelle Woche

    Das Netzwerk Integration und seine Partner bieten in der Interkulturellen Woche vom 20. bis zum 28. Oktober ein vielfältiges Programm an.

  • 02.10.2017  Seminar zum Berufseinstieg für Frauen mit Migrationshintergrund

    Im Rahmen der Frauenwirtschaftstage 2017 in Offenburg findet am Freitag, 20. Oktober, von 9 bis 12 Uhr ein Seminar mit dem Titel "Wie finde ich einen (Wieder-)Einstieg in Beruf oder Ausbildung?" statt, das sich speziell an Frauen mit ausländischen Wurzeln und ihre ehrenamtlichen Begleiter richtet.

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