Aufenthaltsrechtlicher Status

Flüchtlinge haben je nach Fortschritt und Ausgang des Asylverfahrens einen unterschiedlichen aufenthaltsrechtlichen Status. Ausführliche Informationen dazu enthält das Handbuch zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, welches das Landratsamt Ortenaukreis herausgegeben hat. Für die Ausstellung und Verlängerung einer Aufenthaltsgestattung, einer Duldung und einer Aufenthaltserlaubnis ist in Kehl die Ausländerbehörde zuständig:

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d.kapp@stadt-kehl.de        07851 88-1224
c.sommer@stadt-kehl.de  07851 88-1223

Aufenthaltsgestattung

Während des laufenden Asylverfahrens bekommen Flüchtlinge eine Aufenthaltsgestattung. Diese ist zugleich eine Bescheinigung darüber, dass ein Asylantrag gestellt wurde. In der Zeit, in der der Asylbewerber verpflichtet ist, in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen, wird die Aufenthaltsgestattung für drei Monate ausgestellt. Danach wird sie befristet auf sechs Monate. Der Asylbewerber darf sich frei innerhalb des Bundesgebiets bewegen, muss aber an einem Ort melderechtlich registriet sein. Er darf das Bundesgebiet nicht verlassen - auch nicht in die Kehler Nachbarstadt Straßburg.

Duldung

Asylbewerber, die nach einem negativen Abschluss des Asylverfahrens verpflichtet sind auszureisen, aber nicht abgeschoben werden können, erhalten eine Duldung. Die Duldung ist eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung, aber kein Aufenthaltstitel. Wer bereits seit 18 Monaten geduldet wird, hat einen Soll-Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis. Diese wird für längstens sechs Monate erteilt, sofern bestimmte Voraussetzungen dafür vorliegen.

Aufenthaltserlaubnis

Das Asylverfahren kann aus drei Gründen mit einem positiven Bescheid abgeschlossen werden: Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, Anerkennung als Asylberechtigter oder Zuerkennung von subsidiärem Schutz. In allen drei Fällen erhält der Asylbewerber eine Aufenthaltserlaubnis und darf sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten. Ausländer, die als Flüchtlinge anerkannt wurden, und Asylberechtigte erhalten eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre. Diese kann um höchstens weitere drei Jahre verlängert werden. Vor der Verlängerung der dreijährigen Aufenthaltserlaubnis überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, ob die Voraussetzungen für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise der Asylberechtigung noch vorliegen. Dies ist der Fall, wenn der Ausländer in seinem Herkunftsland nach wie vor gefährdet wäre. Asylbewerber, denen der sogenannte "subsidiäre Schutz" zuerkannt wurde, erhalten eine Aufenhaltserlaubnis für ein Jahr, die für zwei Jahre verlängert werden kann.

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