Flüchtlingspaten für Familien in Kehl gesucht

06.03.2018

Oft sind es ganz einfache Dinge, bei denen Hilfe benötigt wird, für die betroffenen Familien ist diese jedoch unentbehrlich: Acht Flüchtlingsfamilien aus der Kernstadt und den Ortschaften suchen derzeit noch einen Familienpaten – für alltägliche Unterstützung wie die Begleitung bei Behörden- und Arztbesuchen oder die Hausaufgabenbetreuung der Kinder.

  • Eine Familie aus Eritrea lebt seit vier Jahren in Deutschland und wohnt in Kehl. Die 32-jährige Mutter mit zwei Söhnen im Alter von drei Jahren und sechs Wochen spricht bereits gut Deutsch. Sie wünscht sich jedoch eine Frau als Patin, mit der sie ihre Deutschkenntnisse noch verbessern kann und die sie bei bürokratischen Angelegenheiten unterstützt.
  • Auch eine siebenköpfige Familie aus Afghanistan wünscht sich einen Paten: zum Beispiel für die Hausaufgabenbetreuung der Kinder, aber auch, um mehr Gelegenheiten zum Deutschsprechen zu haben. Seit fast zweieinhalb Jahren lebt die Familie in Deutschland und wohnt nun in Kehl. Vier der insgesamt fünf Kinder im Alter von einem Jahr, neun, elf, 13 und 14 Jahren gehen in Kehl zur Schule, die beiden Eltern besuchen momentan Sprachkurse in Kehl und Offenburg. Drei der Kinder turnen in ihrer Freizeit sehr gerne, die 14-jährige Tochter spielt Fußball.
  • Eine weitere Familie aus Afghanistan wünscht sich persönliche Unterstützung, vor allem für die Bildung ihrer Kinder (sechs und eineinhalb Jahre alt), da die sechsjährige Tochter in diesem Jahr eingeschult wird. Der Vater besucht einen Alphabetisierungskurs in Kehl, seine Frau bislang noch nicht. Die Familie lebt seit rund zwei Jahren in Deutschland und wohnt in der Kernstadt.
  • In Kork lebt eine kurdische Familie aus dem Irak, die Hilfe bei der Bearbeitung von Briefen und bei Arztbesuchen benötigt. Die vier Töchter, vier, sieben, neun und 13 Jahre alt, sowie ihre Eltern, in den Vierzigern, möchten gerne Deutsch lernen, um sich an ihrem neuen Wohnort besser zurechtzufinden. Außerdem lebt der 16-jährige Neffe bei der Familie. Er ist der Einzige, der gut Deutsch versteht und spricht.
  • Eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan, mit vier Kindern zwischen sieben und 14 Jahren, benötigt viel Unterstützung bei bürokratischen Angelegenheiten. Beide Eltern besuchen derzeit einen Integrationskurs. Sie benötigen allerdings einen Dolmetscher, da bis auf die zwei ältesten Kinder noch keiner Deutsch spricht. Die Familie wohnt in der Kernstadt und die Kinder turnen gerne und spielen Fußball.
  • Auch eine arabischsprechende Familie aus Syrien benötigt noch Unterstützung beim Schriftverkehr und Besuchen bei Behörden und Ämtern. Der älteste von vier Söhnen, elf Jahre alt, spricht bereits sehr gut Deutsch. Die Mutter, in den Dreißigern, wird ab Mai einen Sprachkurs besuchen.
  • Eine Familie aus Afghanistan lebt seit knapp zwei Jahren in Deutschland und wohnt nun in der Kernstadt. Der Vater, 38 Jahre alt, arbeitet in Teilzeit als Handwerker und besucht zudem einen Deutschkurs. Auch die Kinder, vier Mädchen im Alter von fünf, elf (Zwillinge) und 13 Jahren und zwei Söhne (zwei und neun Jahre alt), sprechen altersgemäß bereits gut Deutsch. Die Familie sucht dringend einen Paten, um Hilfe bei der Beantwortung von Briefen zu bekommen.
  • Eine syrische Familie, die in der Kernstadt wohnt, braucht gelegentlich Hilfe beim Schriftverkehr und wünscht sich jemanden, der ihr hilft, Deutsch zu lernen. Die Mutter (Ende 40) besucht derzeit ihren ersten Deutschkurs, der Vater (60) spricht sehr gut Englisch, aber nur wenig Deutsch. Zur Familie gehören vier Kinder im Alter von fünf, acht, elf und 14 Jahren.

Familienpaten unterstützen die Flüchtlingsfamilien bei alltäglichen Dingen, die das Ankommen und Leben in einem fremden Land leichter machen. Pate kann jeder werden, der genug Zeit hat, zuverlässig, motiviert und mindestens 18 Jahre alt ist. Ein polizeiliches Führungszeugnis muss nur vorgelegt werden, wenn auch für Kinder eine Patenschaft übernommen wird. Weitere Informationen zum ehrenamtlichen Engagement sind auf der Flüchtlingshilfeseite der Stadt Kehl unter www.fluechtlingshilfe.kehl.de in der Rubrik „Wie kann ich helfen?“ zu finden.
Wer Interesse hat, sich für die oben genannten Familien als Familienpate zu engagieren, kann sich bei den städtischen Integrationsmanagerinnen Nina Pittschi telefonisch unter 07851 88-2522, oder per E-Mail an: n.pittschi@stadt-kehl.de und Svenja Gerbendorf telefonisch unter 07851 88-2521, oder per E-Mail an: s.gerbendorf@stadt-kehl.de melden. Wer sich generell für die ehrenamtliche Tätigkeit als Familienpate interessiert und weitere Informationen benötigt, wendet sich an die Integrationsbeauftragte Raya Gustafson (Telefon 07851 88-2105, E-Mail: r.gustafson@stadt-kehl.de).

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    Sich treffen, miteinander reden, Kaffee trinken, Kuchen genießen, Gesellschaftsspiele spielen: Das zwanglose Zusammensein, der lockere Austausch ohne vorgegebene Programmpunkte steht im Mittelpunkt des Cafés der Kulturen, das jeden ersten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Café der Villa RiWa stattfindet. Eingeladen sind Geflüchtete, ehrenamtliche Flüchtlingspaten und alle, die Freude an einem interkulturellen Austausch haben.

  • 14.03.2019  Energiespar-Helfer

    Die Kosten für Strom und Heizung sind häufig sehr hoch. Erste Tipps und Tricks zum Energie und Geld sparen in der eigenen Wohnung geben Ihnen die mehrsprachigen Energiespar-Helferinnen- und Helfer.

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    Alle relevanten Informationen zu Sprache und Bildung hat das Landratsamt Ortenaukreis auf einer Onlineplattform www.ortenaukreis.de/bildungskoordination zusammengefasst.

  • 16.07.2018  „ArrivalNews“ – Zeitschrift für Flüchtlinge in der Mediathek

    Die Mediathek bietet seit Juli 2018 die kostenlose Zeitschrift „ArrivalNews“ an, die Flüchtlingen bei ihrer Integration helfen soll. Durch die Zeitschrift werden sie über aktuelle gesellschaftliche und politische Themen in Deutschland in leichter Sprache informiert.

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