Kehler Tourismus-Vertreter lernen Verkaufsstrategien für den digitalen Gast

Das Hotelzimmer über Internetseiten wie Booking oder trivago reservieren, die Bahn- oder Flugtickets per App verwalten und den Check-In ganz einfach mit dem Smartphone tätigen: Immer mehr Touristen planen und buchen ihren Urlaub mithilfe des Internets und informieren ihre Freunde und Bekannte anschließend per Social Media über die Reise – eine Entwicklung, die Kehler Gastgeber für sich nutzen können. Wie das funktioniert und welche Chancen ein eigener Auftritt im Netz auch kleineren Betrieben bieten kann, hat Gabriele Schulze vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. auf Einladung der Kehl Marketing GmbH im Hotel Calamus Kehler Gastgebern, Hoteliers, Gastronomen und Gästeführern vorgestellt.

„Wer heutzutage keine eigene Webseite hat, ist für den Großteil seiner potentiellen Gäste unsichtbar“, betonte Gabriele Schulze. Denn inzwischen suchten rund 80 Prozent der Deutschen ihre Hotels, Reisen und Restaurants ausschließlich online. „Die Menschen wollen nicht mehr anrufen oder ein Info-Heft bestellen, um etwas zu erfahren“, argumentierte sie. Darum müssten Daten wie Preise, Verfügbarkeit und vor allem auch Stornierungsbedingungen sofort ersichtlich und die anschließende Buchung komfortabel, schnell und einfach möglich sein. Nur so könne man den Webseitenbesucher zum buchenden Gast konvertieren – und ihn nicht an die Konkurrenz verlieren.
„Als Gast will ich auch keine Buchungsbestätigung mehr ausdrucken und faxen müssen, sondern sie als PDF auf meinem Smartphone haben, um sie jederzeit vorzeigen zu können“, riet Gabriele Schulze den anwesenden Gastgebern. Denn alles, was die Buchung für den Kunden vereinfache, mache die eigene Webseite erfolgreicher. Wichtig sei zudem, die Inhalte so zu optimieren, dass die Webseite von Suchmaschinen wie Google möglichst weit oben aufgelistet werde.

„Wer heutzutage keine eigene Webseite hat, ist für den Großteil seiner potentiellen Gäste unsichtbar“, betonte Gabriele Schulze bei ihrem Vortrag im Hotel Calamus.zoom

„Social Media ersetzt inzwischen die klassische Postkarte und inspiriert die Freunde und Bekannte Ihrer Gäste, Sie ebenfalls besuchen zu kommen“, sagte Gabriele Schulze und empfahl ihren Zuhörern, diesen Sachverhalt zu nutzen – mit einer Online-Präsenz, auf die verlinkt und die schnell und einfach gefunden werden kann. Wichtig bei dieser Werbemaßnahme sei allerdings Authentizität. Die Erwartungshaltung der Gäste müsse jederzeit erfüllt werden. Authentische Bilder und Ehrlichkeit in den Beschreibungstexten seien daher Pflicht.
Auch in Kehl sei der Trend hin zur Online-Buchung zu spüren, berichtete Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Kehl Marketing GmbH, auch wenn die analoge Buchung momentan noch sehr präsent sei. 2018 hätten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 467 Übernachtungen über die Tourist-Information vermittelt; das in die Webseite integrierte Online Reservierungssystem habe 220 Übernachtungen generiert. Darum wolle auch die Kehl Marketing GmbH ihre Internetseite optimieren, um noch mehr Touristen in die Stadt am Rhein zu locken. „Ferienwohnungen und Führungen sollen präsenter dargestellt und Angebote weiter ausgebaut werden“, kündigte Fiona Härtel an.
Zudem wolle man das touristische Angebot auf der deutschen Seite des Rheins mit dem Angebot im Elsass noch besser miteinander verknüpfen. Um den „Binnentourismus weiter voranzutreiben“, wie Fiona Härtel formulierte, sei eine Ausflugskarte für das Hanauerland auf beiden Seiten des Rheins geplant, auf der die Geheimtipps der Region in beiden Sprachen vorgestellt werden. Die Tram sei der Motor für diese Entwicklung, denn sie mache es leichter, die „Möglichkeiten zu nutzen, die der Raum Straßburg-Kehl bietet“. Und dass die Straßenbahnverbindung gut und gerne angenommen werde, sei im Tagesgeschäft der Tourist-Information deutlich spürbar: „Mit der damaligen grenzüberschreitenden Buslinie 21 haben wir einen Jahresticketumsatz von 36 000 Euro generiert, mit der Tram 2017 waren es 90 000 und 2018 sogar 114 000 – das ist eine deutliche Steigerung“, freute sie sich.
Generell sei das Interesse an einem Urlaub oder Aufenthalt in Kehl groß. Im vergangenen Jahr habe die Tourist-Information rund 21 200 Besucherinnen und Besucher beraten – das seien im Schnitt zwölf Personen pro Stunde, die zum Teil eine etwa 20-minütige Beratung in Anspruch nehmen. „Dieses Interesse wollen wir weiter fördern“, kündigte Fiona Härtel an. So werde unter anderem eine weitere Fachkraft eingestellt, um dem Kundenstrom in der Tourist-Info gerecht zu werden.

Alle Veranstaltungstermine der Kehl Marketing GmbH für das Jahr 2019 – Märkte, Stadtfeste, Aktionen sowie die Freizeitbörse – sind auch im Internet unter www.marketing.kehl.de zu finden. Weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Führungen, Lesungen und Vorträge sind auf der Internetseite des Kulturbüros unter www.kultur.kehl.de aufgelistet.

30.01.2019

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

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