Falkenhausenschule und Mediathek an Fernwärmenetz der Stadthalle angeschlossen

Die Wärmegesellschaft Kehl (WGK), eine gemeinsame Tochter der badenovaWÄRMEPLUS und der Stadt Kehl, hat im vergangenen Jahr ein innovatives Pilotprojekt aufgesetzt, bei dem zwei kleinere Wärmenetze im Bereich der Stadthalle mit einem großen verbunden und weiter ausgebaut wurden. Durch die intelligente Steuerung der dezentralen Erzeugungsanlagen innerhalb des Wärmenetzes sollen zukünftig Kapazitätsengpässe, die der Anschluss weiterer Kunden an ein bestehendes Wärmenetz mit sich bringt, überwunden werden und einen weiteren Ausbau ermöglichen. Das Projekt hat – unter anderem für seinen Multiplikationscharakter – eine Förderung über rund 99 000 Euro durch den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova erhalten.

Für das neue Wärmenetz wurden die Falkenhausenschule und die Mediathek an die bestehende Heizzentrale der Stadthalle angeschlossen, die gleichzeitig um ein Blockheizkraftwerk und eine thermische Solaranlage ergänzt worden ist. Im Zuge der Neugestaltung des Rathausareals verlegte die WGK auch ein Wärmenetz zwischen den drei Rathäusern und den beiden Polizeigebäuden. Diese beiden Wärmenetze wurden verbunden und über eine Wärmeleitung in der Bierkellerstraße an das bereits bestehende Fernwärmenetz der Anlage Kreuzmatt angeschlossen, das mit zwei Kesseln mit je 3200 Kilowatt sowie zwei Blockheizkraftwerken mit je 357 Kilowatt Strom ausgestattet ist. Insgesamt verlegte die WGK rund 1200 Trassenmeter Fernwärmeleitungen.

Das Blockheizkraftwerk in der Kreuzmatt.zoom

„Wir als Stadt Kehl sehen uns in einer Vorbildfunktion für den Klimaschutz“, betont Baubürgermeister Harald Krapp, gleichzeitig kaufmännischer Geschäftsführer der WGK. Mit dem Anschluss der Falkenhausenschule und der Mediathek an die Stadthalle sei der Startschuss für den Aufbau des Wärmenetzes gegeben und der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht worden.
„Die Neugestaltung des Rathausareals haben wir genutzt, um dort ebenfalls gleich Wärmeleitungen zu verlegen, was den Rathäusern die Umstellung auf eine ökologische, zukunftsweisende Wärmeversorgung ermöglicht“, erläutert er.
„Die Vernetzung bestehender kleinerer Wärmenetze zu einem größeren System aus flexibel steuerbaren Erzeugern und Pufferspeichern und die
Sektoren übergreifende Betrachtung von Strom und Wärme bieten ein großes Potenzial“, erklärt der technische Geschäftsführer der WGK Klaus Preiser, der die technische Geschäftsführung der badenovaWÄRMEPLUS innehat.
Für Martin Barnsteiner, Leitung Projektmanagement Urbane Energiesysteme bei badenovaWÄRMEPLUS, besteht die Innovation des Projekts in der Vernetzung der kleinen Wärmenetze und der intelligenten Steuerung der verschiedenen Wärmeerzeugungsanlagen. Um die Leistungsspitzen zu reduzieren, seien in der Falkenhausenschule und Mediathek dezentral große Pufferspeicher installiert worden, die nachts mittels Blockheizkraftwerken geladen würden und die Leistungsspitze am Morgen glätteten, berichtet er.

Wärmeleitung im Rathaus-Areal.zoom

Zusätzlich habe man im Rathaus I den bestehenden Brennwertkessel erhalten und in das Gesamtkonzept integriert. Bei hoher Spitzenlast übernehme dieser dezentrale Kessel nun die Wärmeversorgung vom Rathaus und entlaste damit das Netz. Die Einspeisung von zwei Wärmeerzeugungsanlagen in ein Netz erhöhe zudem die Versorgungssicherheit und optimiere den Betrieb des Blockheizkraftwerks.
Um detaillierte Kenntnisse über den Lastgang und Wärmebedarf der Wärmverbraucher zu bekommen, wurde ein LoRaWAN-Netzwerk aufgebaut, mit
dem die Wärmemengenzähler aus der Ferne ausgelesen werden können. Die Steuerungen der einzelnen Erzeugungsanlagen wurden mit Lichtwellenleitern verbunden.

Info:
Die Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG ist seit 2010 ein gemeinsames Unternehmen der badenova-Wärmetochter badenovaWÄRMEPLUS (60 Prozent) und der Stadt Kehl (40 Prozent). Die badenovaWÄRMEPLUS ist dabei für die
technische Betriebsführung verantwortlich, die Stadt Kehl hat die kaufmännische Betriebsführung für die Wärmegesellschaft Kehl übernommen. Ziel der Wärmegesellschaft Kehl ist es, Strom und Wärme auf innovative und umweltfreundliche Art zu erzeugen, dabei die regenerativen Energien zu fördern und Emissionen nachhaltig zu minimieren, um damit die Vorgaben des Klimaschutzkonzeptes zu erreichen. Die Wärmegesellschaft Kehl entwickelt, plant, baut und betreibt Anlagen zur Strom- und Wärmeversorgung, insbesondere zum Einsatz in Einzelobjekten als auch in Nah- und Fernwärmeversorgungssystemen in Kehl und angrenzenden Gemeinden. So werden beispielsweise das Klinikum Kehl, das Schulzentrum, das Hallenbad sowie die Objekte der Städtischen Wohnbaugesellschaft mit der umweltfreundlichen Fernwärme versorgt. Auch das Neubaugebiet Schneeflären wurde an das Fernwärmenetz der WGK angeschlossen. In der Diakonie Kork hat die WGK ein großes Blockheizkraftwerk und eine neue Kesselanlage errichtet.

08.03.2019

 

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