Kinder rocken im Jugendkeller St. Nepomuk

Rhythmisch markanter Sprechgesang trifft melodiöse Popmusik: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts „Grenzenlos in Kehl – Kreativität ohne Limit“ haben bei der Abschlussveranstaltung in den Pfingstferien im Jugendkeller St. Nepomuk gezeigt, wie viel musikalisches Talent in ihnen steckt. Stolz präsentierten die Zehn- bis Zwölfjährigen ihren Eltern die Musikstücke, die sie während des dreitägigen Workshops selbst produziert hatten.

Triple G, BGL oder Nickolas and the Memcy – ihre jeweiligen Bandnamen hatten die Kinder schnell gefunden. Etwas langwieriger gestaltete sich dagegen die Produktion des ersten eigenen Liedes, wie die Zehn- bis Zwölfjährigen schnell herausfanden. Mit der Unterstützung von professionellen Musikerinnen und Musikern schrieben sie während des dreitägigen Workshops innerhalb ihrer Gruppen eigene Songtexte, komponierten Melodien, entwickelten Computer-Beats und fügten am Schluss alles zusammen.

Die beiden Jungrapper Jadn und Deniz präsentierten gemeinsam mit der Musikerin Susanne Mezmer ihren selbstkreierten Rap. zoom

Auf diese Weise entstanden „tolle Kompositionen“, wie der Projektleiter Jürgen Stark betonte. Der Musiker, Autor und Journalist ist laut eigener Aussage begeistert von der Kreativität, welche die jungen Menschen an den Tag gelegt haben. Er ist zum fünften Mal Projektleiter in Kehl, denn im Rahmen des lokalen „POP to Go-Bündnisses für Bildung“ finden bereits seit zwei Jahren regelmäßig derartige Musikworkshops statt.
„Die Qualität der Lieder, die hier in Kehl entstehen, ist so gelungen, dass wir aus ihnen eine CD machen wollen“, kündigte er an. Am meisten habe ihn bisher ein 17-jähriger Syrer beeindruckt, der wegen seiner Arbeit nur an einem der Workshop-Tage in den Pfingstferien dabei sein konnte. Dieser sei erst seit drei Jahren in Deutschland, habe inzwischen aber seinen Hauptschulabschluss gemacht und spreche fließend Deutsch. „Noor hat seine eigenen, deutschsprachigen Texte mitgebracht, diese eingesprochen und mit Beats hinterlegt“, berichtet er. Innerhalb eines Tages sei so ein sehr tiefgründiger und nachdenklicher Rap entstanden, der ebenfalls auf der CD zu hören sein werde.
„Die Kinder und Jugendlichen können bei den Workshops in die Rollen von Musikproduzenten schlüpfen und dabei sogar selbst vor dem Mikrofon stehen“, erklärt die städtische Koordinatorin Kinder und Kultur, Armelle Aubier. Dabei erhielten auch diejenigen die Chance, kreativ zu werden und sich musikalisch auszudrücken, die ansonsten vielleicht nicht die Möglichkeit dazu hätten.
Die Musikwerkstatt ist Teil einer auf fünf Jahre angelegten Kooperation für ein lokales „POP TO GO Bündnis für Bildung“ zwischen dem Kehler Kulturbüro, der Offenen Jugendarbeit der Stadt Kehl und dem Popbüro Metropolregion Oberrhein als Regionalpartner des Bundesverbands Popularmusik. Die Fortsetzung des Workshops in den Herbstferien ist geplant.

25.06.2019

 

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