Kulturhaus-Reporter-Projekt: Jungreporter erstellen Internetseite über Das Kulturhaus.

Sie haben Interviews geführt, Umfragen erstellt, Artikel geschrieben, Videos produziert und sogar eine eigene Webseite gestaltet: Beim Kulturhaus-Reporter-Projekt hatten sechs junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von elf bis 13 Jahren Gelegenheit, sich kreativ zu entfalten und dabei spannende Einblicke in die Welt der Medienschaffenden zu erhalten. An ihren letzten beiden Werkstatttagen in den Pfingstferien begutachteten die Jungreporter gemeinsam mit Bauleiter Marcello del Giudice vom städtischen Gebäudemanagement ein letztes Mal die Kulturhaus-Baustelle und interviewten zwei Mitglieder des Jugendgemeinderats. Außerdem erwartete die Kinder eine Führung durch das Funkhaus von Hitradio OHR. Alle Texte, Bilder und Videos der Nachwuchsreporter werden nach und nach im Internet unter www.kulturhaus-reporter.de veröffentlicht.

Auf der Internetseite beschreiben die Kinder in einzelnen Artikeln beispielsweise den Unterschied zwischen Nass- und Trockenestrich oder beantworten die Frage, warum im Kulturhaus zwischen Boden und Wand ein Streifen Schaumstoff gelegt werden muss – denn nachdem sie in den vergangenen zwei Monaten bereits fleißig geübt hatten, ging es für die Jungreporter an den letzten beiden Werkstatttagen im Interview mit dem Architekten und Bauleiter der Kulturhaus-Großbaustelle, Marcello del Giudice, an die Detailfragen. Auch im Gespräch mit den beiden Jugendgemeinderäten Michael Nguyen und Anton Umhey stellten die elf- bis 13-Jährigen ihr frisch erworbenes journalistisches Können unter Beweis und fragten die beiden Jugendlichen routiniert über deren Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf das Kulturhaus aus.

Moderatorin Jasmin Zehner (vorne, Mitte) von Hitradio OHR führte die Kinder und die beiden Brüder Pirmin und Maik Styrnol (hinten links und rechts) durch das Studio und nahm ein kurzes Interview mit ihnen auf.zoom

Zum Abschluss des Workshops besuchten die Jungreporter das Funkhaus des Radiosenders Hitradio OHR in Offenburg. Dort erhielten sie eine Führung und durften ein kurzes Interview aufnehmen. Unter der Prämisse, „im Studio ganz, ganz leise“ sein zu müssen, waren sie im Anschluss sogar live dabei, als Moderator Daniel Bierich die Verkehrsinformationen einsprach.
„Unser Ziel, dass die Kinder die Grundzüge des Multimedia-Journalismus kennenlernen, haben wir definitiv erreicht“, freut sich Armelle Aubier, Koordinatorin Kinder und Kultur vom städtischen Kulturbüro. Im Laufe der drei Monate hätten sich die sechs Kinder enorm weiterentwickelt und an Selbstvertrauen gewonnen. Einige von ihnen könnten sich jetzt sogar vorstellen, nach ihrem Schulabschluss in der Medienbranche zu arbeiten. „Ich habe mir schon überlegt, Radiomoderator zu werden“, bestätigt der 13-jährige Rafaël. „Es war spannend, durch die Stadt zu laufen und vorbeilaufenden Leuten Fragen zu stellen – das hat Spaß gemacht“, meint die elfjährige Malak. Eine Laufbahn als Journalist strebt vorerst allerdings keines der Kinder an, obwohl „die Texte immer besser wurden und sie am Ende auch bei Interviews keine Hemmungen mehr hatten“, wie Armelle Aubier erklärt.

Die Kulturhausreporter im Einsatz.zoom

Das habe sicher an der professionellen Unterstützung von Pirmin und Maik Styrnol aus Lahr gelegen. Ersterer arbeitet als freier Redakteur in der ARD-Sportredaktion des SWR in Baden-Baden und Stuttgart und leiht seine Stimme Fernseh- und Radioproduktionen. Sein Bruder Maik ist Musikproduzent und Komponist für Film, Theater, Hörspiele und vieles mehr. Beide fungierten bei dem Projekt als Redaktionsleiter und unterstützten die Jung-Journalisten sowohl mit ihrem Know-How als auch mit ihrem Equipment.
„Unabhängig voneinander haben alle Kinder gefragt, ob wir den Workshop wiederholen können, das freut uns natürlich sehr“, betont Armelle Aubier. Es gebe bereits erste Überlegungen, im nächsten Jahr ein ähnliches Seminar anzubieten, genauere Details stünden allerdings noch nicht fest.

Hintergrund:
Im September eröffnet das Kulturhaus, in dem auch Kindern und Jugendlichen Raum für vielfältige Aktivitäten geboten werden soll. Während des Kulturhaus-Reporter-Workshops gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darum der Frage auf den Grund, was ihre Altersklasse eigentlich von diesem Ort erwartet. Außerdem überlegten sich die Elf- bis 13-Jährigen, welche Vorgänge in Bezug auf die Kulturhaus-Eröffnung Gleichaltrige interessieren könnte und stellten diese in Interviews, bebilderten Artikeln und Videos dar. Die Ergebnisse werden nach und nach im Internet unter www.kulturhaus-reporter.de veröffentlicht. Organisiert hat die sechs Werkstatttage, die über drei Monate verteilt stattgefunden haben, das städtische Kulturbüro, gefördert wurden sie aus dem Fonds Kinder & Kultur der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und des Deutschen Kinderhilfswerks.

22.06.2019

 

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