Wegen Corona: Neue Notverordnung des Landes – Mehr Kinder haben Zugang zur Notbetreuung – Zahl der Infizierten steigt auf 37

Eine neue Notverordnung des Landes ist am Sonntag (29. März) in Kraft getreten. Darin wird zum einen festgelegt, dass die Notbetreuung für Kinder auch in den eigentlich am Montag, 6. April, beginnenden Osterferien fortgesetzt wird. Zum andern wurde der Kreis der zur kritischen Infrastruktur gehörenden Einrichtungen erweitert, so dass mehr Kinder Zugang zur Notbetreuung bekommen. Außerdem dürfen jetzt auch die Einrichtungen der Drogen- und Obdachlosenhilfe geöffnet bleiben. In der Notverordnung listet die Landesregierung 13 mögliche Verstöße gegen die Notverordnung auf, welche als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können. Diese reichen von der Missachtung des Versammlungsverbots bis zum Verkauf verbotener Sortimentsteile in Geschäften, die noch geöffnet haben dürfen. In Kehl ist die Zahl der auf den Corona-Virus positiv getesteten Personen am 29. März auf 37 gestiegen und liegt damit um zwei höher als 24 Stunden zuvor. Zwei Patienten aus der Straßburger Uni-Klinik sind am Sonntagnachmittag mit einem deutschen Militärflugzeug nach Ulm gebracht worden.

Die neue Notverordnung des Landes, die am Sonntag, 29. März, in Kraft getreten ist.

In der Corona-Krise müssen alle zusammenstehen. Bei der Stadtverwaltung helfen Mitarbeitende auch in Bereichen aus, in denen sie sonst nicht eingesetzt sind: So unterstützt das Bäderpersonal zurzeit die Kollegen in der Kläranlage – die Vorbereitung der Bäder auf die Freibadsaison ruht, weil ohnehin gerade niemand abschätzen kann, wann diese beginnt. Der Landkreis hat eine Hotline für psychologische Beratung eingerichtet. Die Verstöße gegen das Versammlungsverbot nehmen wieder zu.

Notbetreuung für Kinder

In der Organisation der Notbetreuung Kindern im Alter von einem bis zu sechs Jahren ergeben sich Änderungen: Von Montag (30. März) an werden die Jungen und Mädchen, deren Eltern in einer kritischen Infrastruktur arbeiten, nicht nur in zwei städtischen, sondern auch in sieben kirchlichen Kindertageseinrichtungen. Auf diese Weise können die Gruppen klein gehalten werden, wodurch das Ansteckungsrisiko sinkt, und mehr Kinder können ihre gewohnte Einrichtung besuchen. Für Dr. Marcus Kröckel, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales und Kultur, zeigt sich dadurch, „dass wir eine gute Kooperation mit den kirchlichen Trägern der Kindertagesbetreuung haben, auf die wir uns auch in diesen schwierigen Zeiten verlassen können.“
Eine neue Kita, neue Spielkameraden und unbekannte Erzieherinnen und Erzieher. Für manche unter den jüngsten Kehlerinnen und Kehlern gab es in der vom städtischen Bereich Familie und Bildung organisierten Notbetreuung gleich mehrere Veränderungen auf einmal zu verdauen. Von Montag an werden nun zusätzlich zu den städtischen Kitas Vogesenallee und Kreuzmatt auch vier evangelische und drei katholische Einrichtungen ihre Türen wieder öffnen. Es handelt sich dabei um die kirchlichen Kitas, aus denen Kinder die Notbetreuung in den städtischen Kitas besucht haben. Sie kehren sozusagen in ihre Heimat-Kita zurück.
Für Michaela Könner, Fachkoordinatorin Kinder, im Fachbereich Bildung, Soziales und Kultur, eine sinnvolle Lösung: „Die Kinder werden so in ihrer gewohnten Umgebung in kleinen Gruppen betreut.“ Und auch die Gruppen in der Notbetreuung in den städtischen Kitas bleiben in einer übersichtlichen Größe: Dort waren in der Woche vom 23. bis zum 27. März im Durchschnitt acht bis 15 Kinder pro Einrichtung anwesend.
In die Notbetreuung aufgenommen werden weiterhin nur Kinder, deren Eltern im Bereich der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten, also im Krankenhaus, in der Pflege, bei Sicherheits- und Rettungskräften oder in der Energie- und Wasserversorgung. Der Kreis der zur kritischen Infrastruktur zählenden Einrichtungen wurde von der Landesregierung mit der von Sonntag, 29. März an gültigen Notverordnung erweitert. Die Notbetreuung findet auch während der Osterferien statt.

Für Kinder von Eltern, die in Einrichtungen arbeiten, die zur sogenannten kritischen Infrastruktur zählen – also im Krankenhaus, in Pflegediensten oder Altenpflegeheimen, um nur einige Beispiele zu nennen, hat die Stadt eine Notbetreuung organisiert. Betroffene wenden sich an ihren Arbeitgeber, der wiederum mit der Stadtverwaltung, telefonisch unter 07851 88-4999 oder per E-Mail unter notbetreuung@stadt-kehl.de Kontakt aufnimmt.
Das Telefon ist von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 16 Uhr, besetzt.

Kita-Gebühren

Die Stadt wird die Kita-Gebühren für den Monat April nicht von den Eltern der dort angemeldeten Kinder einziehen; Zinsen werden nicht fällig. Wie nach dem Ende der Corona-Krise mit den Kita-Gebühren verfahren wird, kann nur der Gemeinderat entscheiden, der zurzeit aufgrund der Corona-Krise nicht zu Sitzungen zusammentritt.

Hotline für psychologische Beratung

Das Landratsamt Ortenaukreis hat eine neue Hotline Psychologische Beratung Corona eingerichtet. Dort stehen ab sofort Montag bis Freitag von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr erfahrene Expertinnen und Experten der Psychologischen Beratungsstellen im Ortenaukreis für Gespräche und Informationen zur Verfügung.
Die Hotline ist für den gesamten Ortenaukreis unter der Nummer 07821 9157 2557 erreichbar.

Verstöße gegen Versammlungsverbot

Von mehr als 100 Kehlerinnen und Kehler wurden in den vergangenen Tagen vom KOD bereits die Personalien aufgenommen, weil sie das Versammlungsverbot missachtet haben – sie werden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Übersicht Inhalt

Neues Hilfsprojekt von DRK, Kirchen und der Stadt

Für Risikogruppen sowie Menschen in häuslicher Isolation und Quarantäne haben der DRK-Kreisverband Kehl, die evangelische und katholische Kirche sowie die Stadt ein neues Hilfsprojekt aus der Taufe gehoben. Mit einem Netz aus freiwilligen Helfern sollen so Einkäufe erledigt, Haustiere versorgt, der Müll vor die Tür gebracht oder die Wäsche gewaschen werden. Das DRK hat hierfür einen Meldekopf eingerichtet. Betroffene, die Hilfebedarf haben können sich dort ab Freitag, 27. März, von 9 bis 12 Uhr melden unter Telefon 07851 9433-18, ansonsten jeweils von Montag bis Donnerstag, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. Kontaktaufnahme ist auch über E-Mail an info@kv-kehl.drk.de möglich. An dem Unterstützungs- und Einkaufsservice beteiligen sich auch Gruppen in sozialen Netzwerken, wie die „Corona Nachbarschaftshilfe Ortenau“ oder „Die Einkaufshelden“. Betroffene, die sich in Quarantäne oder häuslicher Isolation befinden, werden ausschließlich über das DRK versorgt; bei den Hilfsangeboten für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger werden noch freiwillige Unterstützer gesucht. Diese können sich ebenfalls an den Meldekopf wenden.

Deshalb ist Abstand halten so wichtig!zoom

Verschärftes Versammlungsverbot

Kontakte zu vermeiden, ist das Gebot der Stunde. Und das heißt: Rausgehen ist möglich – aber eben mit den Personen, mit denen man gemeinsam im Haushalt lebt. Sobald mehrere Menschen aus unterschiedlichen Richtungen und von verschiedenen Orten her zusammenkommen, sprechen Juristen von Versammlungen: Verboten sind vom 23. März an Treffen von mehr als zwei Personen. In Privatwohnung dürfen bis zu fünf Personen zusammenkommen. Größere Ansammlungen für Feste und Feiern sind auch hier nicht erlaubt.

Trauungen nur in Ausnahmen möglich

Wie ernst die Lage ist, zeigt sich auch darin, dass die Stadt Kehl standesamtliche Trauungen bis zum 15. Juni per Allgemeinverfügung verbietet – zum Schutz vor der Ausbreitung der Corona-Infektion. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen für Fälle, in denen sich die Trauung nicht aufschieben lässt.

Strenge Regeln für Bestattungen

Vom Versammlungsverbot betroffen sind auch Beisetzungen von Verstorbenen. Trauerfeiern oder Abschiedszeremonien in geschlossenen Räumen dürfen nicht mehr stattfinden. An der Beisetzung können nur noch Ehe- oder Lebenspartner sowie höchstens zwei in gerader Linie und ersten Grades mit dem Verstorbenen verwandte Personen teilnehmen. Sie müssen voneinander Abstand halten; Körperkontakt ist verboten. So legt es eine weitere Allgemeinverfügung der Stadt fest. Die Bestatter sind gehalten, auf die Einhaltung dieser Regelungen sowie aktuellen Änderungen zu achten. 

Lust auf Lesen? Über Onleihe elektronische Medien ausleihen

Wie alle anderen Bibliotheken in der ganzen Republik ist auch die Kehler Mediathek geschlossen. Dennoch müssen die Kunden der Mediathek nicht auf Lesestoff verzichten, die sogenannte Online der Mediathek ermöglicht rund um die Uhr den Zugriff auf elektronische Medien.

Wer einen gültigen Leseausweis besitzt, kann damit kostenlos aus einem Bestand von 25 000 Medien auswählen. Wie die Onleihe funktioniert wird, wird auf der Homepage der Mediathek erklärt oder direkt unter dem Link http://www.Onleihe.de/OnleiheRegio.
Falls der Mediatheksausweis abgelaufen sein sollte, können Nutzer eine E-Mail an mediathek@stadt-kehl.de schreiben, dann wird der Ausweis verlängert; die Jahresgebühr kann später entrichtet werden.

Deutlich ruhiger ist es in den vergangenen Tagen im Garten der zwei Ufer geworden; Kehlerinnen und Kehler gehen mit der Familie oder zu zweit spazieren und halten Abstand.zoom

Passierscheine für Grenzpendler

Wer aus dem Großraum Straßburg zum Arbeiten nach Kehl einreisen möchte, braucht einen Passierschein. DasFormular, das die Kehler Arbeitgeber ausfüllen müssen, steht zum Herunterladen bereit.

Ein Informationsportal für Grenzpendler stellt das INFOBEST-Netzwerk auf seiner Homepage zur Verfügung. Es enthält Listen mit Links zu offiziellen Informationen der drei Staaten sowie eine Sammlung der häufigsten Fragen von Grenzgängern im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Informationen werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert.
Das Büro der INFOBEST Kehl-Straßburg ist bis auf weiteres geschlossen. Die Mitarbeitenden sind aber über das Kontaktformular auf der Internetseite oder perE-Mail an die Beratungsstelle erreichbar. 

Inzwischen hat sich der Verkehr auf der Europabrücke merklich entspannt. Dennoch versuchen weiterhin viele Auto- und Lkw-Fahrer von Straßburg aus in die Rheinstadt zu kommen.zoom

Einschränkungen der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung

Die Stadt Kehl hat die Rathäuser in der Kernstadt und den Ortschaften für den Publikumsverkehr geschlossen.

Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, sich nur mit unaufschiebbaren Angelegenheiten an die Stadtverwaltung zu wenden.

Angelegenheiten, die keinen Aufschub dulden, sollten möglichst telefonisch oder per E-Mail geklärt werden. Die Bearbeitung nimmt im Moment mehr Zeit in Anspruch als gewohnt. Die Stadtverwaltung bittet um Geduld.

Wer nicht weiß, an welchen Bereich er sich wenden soll, kann die zentrale Telefonnummer – 07851 88-0 anrufen oder eine E-Mail senden an: Buergerservice@stadt-kehl.de, buergerbuero.bauen@stadt-kehl.de oder polizeibehoerde@stadt-kehl.de. Auch die Infothek ist unter der Telefonnummer 88-3480 erreichbar.

• Die Stadtverwaltung erreicht täglich eine Vielzahl von Mails und Anrufen zum Thema Corona-Virus. Oberbürgermeister Toni Vetrano bittet um Verständnis, dass es nicht möglich ist, diese Anfragen einzeln zu bearbeiten und verweist auf die städtische Homepage, die laufend aktualisiert wird. Außerdem wird auf die Homepage des Gesundheitsamts des Ortenaukreises verwiesen.

• Persönliche Ehrungen von Jubilaren durch die ehrenamtlichen Stellvertreterinnen und Stellvertreter des Oberbürgermeisters können derzeit nicht vorgenommen werden.

Hilfen für Familien

Sorgentelefon für Familien

Der städtische Fachbereich Bildung, Soziales und Kultur hat ein Sorgentelefon für Familien eingerichtet: Dieses ist ab sofort montags bis freitags, jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr, unter der Telefonnummer07851 88-2415 erreichbar. Darüber können sich Frauen und um die Uhr unter der Rufnummer 08000 116016 an das Bundeshilfetelefon wenden.

Hilfsaktion für Tafelkunden

Zum Schutz ihrer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden hat die Kehler Tafel ihren Betrieb zum 23. März eingestellt. Kundinnen und Kunden der Tafel (und nur diese) können jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 07851 483714 eine Tüte bestellen. Bestellungen werden auch per E-Mail an tafelkehl@web.de angenommen; sie müssen bis Donnerstag, 11.30 Uhr, eingegangen sein. Ausgeliefert werden die Tüten immer freitags durch Mitarbeitende der Tafel und Stifter der Bürgerstiftung. Die ersten 50 Tüten sollen bereits am Freitag, 27. März, verteilt werden.
Bei der Tafel können Menschen mit geringem Einkommen Lebensmittel zu günstigen Preisen einkaufen. Zum Einkauf berechtigt sind Empfänger von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Bezieher von Wohngeld und Rentner mit Grundsicherung.
Organisiert und möglich gemacht haben das Projekt die Bürgerstiftung und Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Kehl Marketing, in Kooperation mit Albert Guhl, Leiter der Nachbarschaftshilfe Kehl Dorf und Tafel Kehl.
Unterstützung erhält die Bürgerstiftung von der Stiftung der Sparkasse, von der Carl-Friedrich-Geiger-Stiftung, vom Lions-Club und vom Fruchthandel Ulmer. Wer dieses Solidaritätsprojekt ebenfalls unterstützen möchte, kann eine Spende auf eines der Konten der Bürgerstiftung überweisen: Sparkasse Hanauerland DE75 6645 1862 0000 1046 04 oder Volksbank Bühl DE38 6629 1400 0005 1067 96, Verwendungszweck Tafel Kehl.

Einzelhandel, Gaststätten, Unternehmen

Gaststätten: Nur noch Liefer- oder Abholservice erlaubt

Gaststätten aller Art müssen seit dem 21. März geschlossen bleiben. Das gilt auch für Döner-Läden. Wer einen Abhol- oder Lieferservice anbietet, muss dafür sorgen, dass die Kunden den Gastraum beim Abholen der Mahlzeiten nicht betreten. Entweder muss die Mahlzeit an die Kunden nach Hause geliefert werden oder durch ein Fenster an den Kunden hinausgereicht werden. Wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen, dass seine Gaststätte geschlossen wird.

Speisegaststätten, die einen Lieferservice anbieten möchten, können sich bei der Kehl Marketing unter der E-Mail-Adresse der Tourist-Information (tourist-information@marketing.kehl.de) melden.

Gaststätten mit Liefer- oder Abholservice

Welche Läden und Dienstleister dürfen noch öffnen?

Welche Läden mit welchen Sortimenten noch öffnen und welche Dienstleister ihre Dienste noch anbieten dürfen, hat das Land in einer Liste zusammengefasst. 

Sonntags geöffnete Geschäfte

Das Land hat wegen der Corona-Krise das Sonntagsverkaufsverbot aufgehoben. Die Liste der Geschäfte, die sonntags - im Zeitraum von 12 bis 18 Uhr - öffnen, wird laufend aktualisiert.
Inhaber von Lebensmittelgeschäften oder Bäckereien oder weiteren Läden auf der Erlaubnisliste, die nun auch sonntags öffnen, können sich per E-Mail an tourist-information@marketing.kehl.de wenden. Sie werden dann analog zu den geöffneten Restaurants in eine online einsehbare Liste übernommen.

Newsletter und Hotline für Unternehmen

Weil auch für Unternehmer in diesen Wochen ein hoher Informationsbedarf besteht, stellt die Wirtschaftsförderung einen Newsletter zusammen, in dem auch die von Land und Bund angekündigten Hilfsmaßnahmen zusammengefasst werden. Firmen, welche diesen Newsletter künftig erhalten möchten, können sich unter der E-Mail-Adresse newsletter@marketing.kehl.de melden.

Das Land hat für Unternehmen in Baden-Württemberg  einen kostenlose Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist.

Nicht nur Spielplätze dürfen nicht mehr genutzt werden, auch der Weißtannenturm ist gesperrt.zoom

Öffentlicher Nahverkehr

Tram

Der Betrieb der grenzüberschreitenden Tram ist bis auf weiteres eingestellt. Die CTS hat den Tram- und Busbetrieb auch auf dem Gebiet der Eurométropole inzwischen deutlich reduziert. Die Hauptlinien der Tram fahren tagsüber noch im 20-Minuten-Takt.

Stadtbus

Die beiden Verkehrsunternehmen SWEG und RVS haben ihren Busbetrieb seit Dienstag, 17. März, auf den Ferienfahrplan umgestellt. Dadurch können sich bei den Regionallinien Fahrtzeiten verschieben, auf die Stadtbuslinien K1 bis K5 sowie K10 hat dies keine Auswirkungen.

Seit Montag, 16. März, an verkaufen die Busfahrer in den Bussen keine Fahrscheine mehr. Die Fahrgäste sind aufgefordert, sich über Ticketing-Apps oder an den Fahrscheinautomaten vor Fahrtantritt mit Fahrkarten zu versorgen.

ALT und AST

Das Anruf-Linien-Taxi, das die Linie K10 ins Auenheimer Gewerbegebiet bedient und vor allem in den Abendstunden den Stadtbus ergänzt, fährt auch in Zeiten von Corona weiter: Eingesetzt werden achtsitzige Fahrzeuge, wodurch die Einhaltung der Abstandsregel ermöglicht wird. Mitgenommen werden pro Fahrt maximal zwei Fahrgäste – auf dem Beifahrersitz darf niemand platznehmen. Die Fahrer tragen Handschuhe und desinfizieren nach jeder Fahrt die Türgriffe. Die gleichen Regelungen gelten für das Anrufsammeltaxi, das in den Nachtstunden verkehrt, auch hier werden ausschließlich Fahrzeuge mit acht Sitzen eingesetzt.

Zug

Seit Montag (23. März) fährt die Ortenau-S-Bahn nach einem reduzierten Fahrplan.

Die Grenze zwischen Straßburg und Kehl ist dicht: Rüber kommt nur noch, wer einen triftigen Grund vorweisen kann.zoom

Schließung von Schulen und Einrichtungen

Alle Schulen und Kindertageseinrichtungen sind geschlossen.

Die Schließung gilt laut des Beschlusses der Landesregierung bis einschließlich 19. April.

Weitere geschlossene Einrichtungen

Geschlossen sind die städtischen Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in der Kernstadt, also das Haus der Jugend und das Jugendzentrum. Das betrifft auch die Jugendeinrichtungen in den Ortschaften.

Von den Schließungsmaßnahmen betroffen, ist auch die städtische Mediathek: Sie wird frühestens nach Ostern wieder öffnen. Damit fallen auch sämtliche geplanten Mediathekseinführung aus. Bis Ostern fallen für ausgeliehene Medien keine Säumnisgebühren an. Wer für das abgesagte Kindertheater am Montag, 6. April, eine Eintrittskarte gekauft hat, bekommt sein Geld zurück.

Bis einschließlich 19. April geschlossen ist auch die Hochschule Kehl.

Das Seniorenbüro bleibt ebenfalls bis nach den Osterferien geschlossen.

Sporthallen und Sportplätze sind gesperrt und dürfen nicht genutzt werden.

Spiel- und Bolzplätze sind abgesperrt.

Kulturhaus geschlossen

Das Kulturhaus bleibt vorerst bis zum 20. April geschlossen. Kultureinrichtungen wie das Hanauer Museum, Theater sowie das Kino sind geschlossen.

Wann die Kurse der im Kulturhaus untergebrachten Einrichtungen wieder stattfinden, ist derzeit nicht absehbar. Für die Zeit der Schließung sind die Einrichtungen des Kulturhauses folgendermaßen erreichbar:

Kulturbüro:
Montag bis Donnerstag: 8.30 Uhr bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 12 Uhr
Telefon: 07851 88-2603 oder 88-2605
E-Mail: kulturbuero@stadt-kehl.de

Musikschule
Montag bis Freitag: 9 bis 13 Uhr
Montag bis Donnerstag: 14 bis 17 Uhr
Telefon: 0781 9364-100
Fax: 0781 9364-112
E-Mail: info@musikschule-offenburg.de

Volkshochschule Ortenau
Montag bis Donnerstag: 10 bis 12 Uhr
Montag, Mittwoch und Donnerstag: 14 bis 16 Uhr
Telefon: 07851 9487-5500
E-Mail: info@vhs-ortenau.de

Kunstschule Offenburg
Telefon: 0781 9364-320
E-Mail: mail@kunstschule-offenburg.de 

Die Stadt hat alle Veranstaltungen abgesagt.zoom

Absage von (städtischen) Veranstaltungen

• Die Aktion Earth Hour am Samstag, 28. März, auf dem Marktplatz findet nicht statt.

• Das Frühlingsfest am 4. und 5. April, einschließlich des verkaufsoffenen Sonntags, wird abgesagt.

• Der Ostermarkt wird in diesem Frühjahr nicht stattfinden.

• Im Frauen- und Mütterzentrum finden vorerst keine Veranstaltungen und Kurse statt.

Wie Besucherinnen und Besucher ihre bereits gekauften Eintrittskarten rückerstattet bekommen können, findet sich hier.

Anordnungen der Eurométropole de Strasbourg

Alle Geschäfte, die zur Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt notwendig sind, sind in ganz Frankreich geschlossen. Das gilt auch für Bars, Restaurants und Clubs. Geöffnet sind nur noch Lebensmittelläden, Apotheken, Banken und Tankstellen.

Wochenmärkte unter freiem Himmel dürfen in Straßburg vom 24. März an nicht mehr stattfinden.

In ganz Frankreich sind seit dem 16. März an alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Das Gleiche gilt für die Universitäten.

Geschlossen sind seit dem 14. März auf dem Gebiet der Eurométropole auch alle Mediatheken, Bibliotheken, Museen und Sportstadien, Parks und Friedhöfe.

Geschlossen sind zudem alle Hallenbäder und die Eislaufhalle.

Seit dem 17. März gilt frankreichweit eine Ausgangssperre. Draußen aufhalten darf sich nur noch, wer zum Arbeiten oder zum Arzt geht oder einkaufen muss. Wer dagegen verstößt, zahlt ein Bußgeld in der Höhe zwischen 135 und 375 Euro.

Situation in Kehl und im Unter-Elsass

In Kehl sind am 29. März 37 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Im Ortenaukreis ist die Zahl der Infizierten auf 304 gestiegen.

Situation im Elsass

Die von der Gesundheitsbehörde Grand Est am 28. März gezogene Bilanz weißt für die Région Grand Est 757 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus aus. 442 davon betreffen Menschen aus dem Elsass, 325 Personen, die ihren Wohnsitz im Ober-Elsass hatten. 3777 am Corona-Virus schwer erkrankte Menschen werden in den Krankenhäusern der Région Grand Est behandelt, 786 liegen auf der Intensivstation - 39 mehr als 24 Stunden zuvor. Am Sonntag, 29. März, um 14.30 Uhr hat ein deutsches Militärflugzeug zwei Patienten aus Straßburg abgeholt, um sie nach Ulm zu bringen. Aus dem Krankenhaus in Mulhouse sind seit dem 17. März mehr als 100 Patienten zur Behandlung in andere Landesteile und ins Ausland gebracht worden.

130 000 Menschen in der Région Grand Est befinden sich in Kurzarbeit.

Diese Informationen werden laufend aktualisiert.

Informationen vom Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt hat die an der Telefon-Hotline zu Corona am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten darauf zusammengefasst.

Informationen über den Drive-in-Corona-Test gibt es hier.

Das Kehler Krankenhaus wird als Teil des Ortenau-Klinikums zum Isolierzentrum von mit dem Corona-Virus infizierten Schwerkranken.zoom

Klinikum Kehl

Das Kehler Klinikum ist zum breit aufgestellten Isolierzentrum umgestaltet. Die Notaufnahme ist geschlossen. Das absolute Besuchsverbot für die Patienten dort gilt weiterhin.

29.03.2020

 

Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de