Corona-Verordnung: Maskenpflicht auch in Fußgängerbereichen – Zahlreiche Verstöße am Wochenende – Keine Absagen von Kulturveranstaltungen geplant – Infizierten-Zahlen im Elsass steigen weiter

Von Montag (19. Oktober) an gilt in Baden-Württemberg aufgrund von weiter steigenden Corona-Fallzahlen die Pandemiestufe 3: Das Land hat am Wochenende die damit verbundenen zusätzlichen oder verschärften Einschränkung bekanntgegeben. Vom 19. Oktober gilt die Maskenpflicht auch in allen Fußgängerbereichen und darüber hinaus im Freien überall dort, wo die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Draußen dürfen sich dann nur noch höchstens zehn Menschen treffen – oder eben die Personen, die in maximal zwei Haushalten leben. Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden sind verboten. Diskotheken und Clubs müssen wieder schließen. Im Ortenaukreis ist es über das Wochenende zu 45 Neu-Infektionen gekommen. Zwei davon stammen aus Kehl. Damit steigt die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen auf 2041 (Stand: 19. Oktober, 14 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht am Montag 44,77 pro 100 000 Einwohner. Im Unter-Elsass, zu dem der Großraum Straßburg gehört, stieg der Wert übers Wochenende auf 178,8.

Viel zu tun hatten die Kehler Polizei und der Kommunale Ordnungsdienst am vergangenen Wochenende. Gemeinsam kontrollierten sie am Samstagabend (17. Oktober) mehrere Diskotheken, Gaststätten und Shisha-Bars. Dabei wurden eine Reihe von Verstößen festgestellt: nicht oder nur unzureichend ausgefüllte Kontaktdatenlisten, Mitarbeitende ohne Mund-Nasen-Bedeckung, keine ausreichende Belüftung, Hinweisschilder, die den Vorgaben nicht entsprechen. In einem Fall mussten Polizei und KOD etwa die Hälfte der Besucher bitten, zu gehen, da die zulässigen Platzkapazitäten in dem Lokal überschritten wurden. Neben Verstößen gegen die Corona-Verordnung ahndeten die Ordnungshüter Verstöße gegen die Spielverordnung, gegen die Allgemeinverfügung im Umgang mit Wasserpfeifen, gegen das Landesnichtraucherschutzgesetz sowie Verstöße gegen die Gewerbeordnung, teilt das Polizeipräsidium in Offenburg mit.

Corona-Verordnung (Stand: 19. Oktober)

Auch privat dürfen nur höchstens zehn Personen zusammenkommen; nur wenn sich die Mitglieder von zwei Haushalten treffen, dürfen es auch mehr sein. Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse müssen nun auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, das Gleiche gilt für Studierende an der Hochschule. Grundschülerinnen und Grundschüler bleiben von der Maskenpflicht im Klassenzimmer ausgenommen, wenn sie auf ihrem Platz sitzen. In den Kindertageseinrichtungen müssen die Kleinen in festen und voneinander Gruppen betreut werden – die Stadt hat die Einrichtungen bereits in der vergangenen Woche auf diese neue Vorgabe vorbereitet.

Die aktuelle Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst ermöglicht weiterhin Kulturveranstaltungen bis zu 500 Gästen, sofern hierfür ein verschärftes Hygienekonzept geschrieben wird. Im Unterschied zu den bisherigen Regelungen können nun bis zu vier Personen ohne Abstand zusammengesetzt werden, wenn diese aus einem gemeinsamen Haushalt stammen oder die Karten gemeinsam erworben haben. Außerdem gilt ab sofort eine Maskenpflicht in allen Publikumsbereichen. Bislang angekündigte Konzerte, Theaterstücke und Poetry-Slam-Abende werden voraussichtlich wie geplant stattfinden können.

Zur neuen, ab Montag (19. Oktober) gültigen, Corona-Verordnung geht es hier.

22 Menschen wurden im Ortenaukreis von Freitag auf Samstag positiv auf den Corona-Virus getestet, zwei davon stammen aus Kehl. Im Département Unter-Elsass, zu dem der Großraum Straßburg gehört lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 138, in der Région Grand Est bei 125,8. Die regionale Gesundheitsbehörde hat am Samstag keine detaillierteren Zahlen veröffentlicht.

24-Stunden-Regel

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und ihre Kollegen Tobias Hans (Saarland) und Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) haben am Freitagnachmittag (16. Oktober) bekannt gegeben, dass sie die 24-Stunden-Regel für Grenzübertritte aus der Région Grand Est auf das Gebiet drei Bundesländer anwenden wollen. Am Abend hat das Land Baden-Württemberg die entsprechend aktualisierte Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne und Testung veröffentlicht.

Darin ist festgelegt, dass im Unter- und Ober-Elsass wohnende Menschen nach Baden-Württemberg einreisen dürfen, wenn sie sich nicht länger als 24 Stunden auf der deutschen Rheinseite aufhalten. In diesem Fall müssen sie weder einen negativen Corona-Test vorlegen, noch sich in Quarantäne begeben. Die Regelung gilt vom 17. Oktober an.

Kontrollen wieder verstärkt

Seit sich wieder mehr Menschen mit dem Corona-Virus anstecken, muss der Bereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung nicht nur wieder deutlich mehr Quarantäneverfügungen erlassen, sondern auch kontrollieren, ob die Betroffenen tatsächlich zu Hause bleiben. Immer wieder werde festgestellt, dass die Quarantäne nicht respektiert werde, sagt Leiter Nico Tim Glöckner, und Infizierte oder ihre Kontaktpersonen sich im Stadtgebiet bewegten. Das betreffe nicht nur die Kernstadt, sondern auch die Ortschaften.
Wenn Kehlerinnen und Kehler mit dem Flugzeug aus Risikogebieten zurückkehren oder ausländische Gäste bei sich zu Hause empfangen, schickt die Fluggesellschaft die Aussteigerkarten an die Stadtverwaltung. Der Bereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung muss dann kontrollieren, ob sich die Bürgerinnen und Bürger haben testen lassen und die Quarantäneauflagen einhalten. „Wir müssen im Zweifel jede einzelne Adresse anfahren“, macht Nico Tim Glöckner deutlich.

Auch der Ärger mit uneinsichtigen Gastwirten hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Bei mehrmaligen Verstößen gegen die Corona-Verordnung kann den Betreibern der entsprechenden Lokale zwar die Gaststättenerlaubnis entzogen werden, der Gaststättenbetrieb kann jedoch von einem anderen Betreiber fortgesetzt werden, erläutert Nico Tim Glöckner. Mit einzelnen Betreibern von Diskotheken und Nachtlokalen konnte er freiwillige Verlängerungen der Sperrzeiten vereinbaren, das heißt: Die entsprechenden Clubs schließen um Mitternacht oder um ein Uhr, anstelle von drei Uhr (von Montag bis Freitag) und um fünf Uhr (am Samstag und Sonntag). Für vier Gaststätten hat die Stadt jetzt die Sperrzeiten verlängert: Weil weder Kontrollen, Ermahnungen, noch Bußgelder Wirkung zeigten, müssen die Betreiber nun um 23 Uhr die Tür abschließen.

Seit Sonntag, 11. Oktober, müssen Personen, die falsche Kontaktangaben in Gaststätten, bei Veranstaltungen oder anderen Dienstleistungen machen, ein Bußgeld zahlen. Bei einem Verstoß beträgt die Strafgebühr zwischen 50 und 250 Euro.

Zum Bußgeldkatalog.

Informationen und Hinweise zum Coronavirus, zu Quarantänebestimmungen und zur Maskenpflicht bietet das Bundesgesundheitsministerium in leicht verständlicher Sprache (und in verschiedenen Fremdsprachen).

Situation im Ortenaukreis (Stand: 19. Oktober)

23 Neuinfektionen meldet das Gesundheitsamt am 19. Oktober. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz  auf 44,77 je 100 000 Einwohner. In der Rheinstadt wurden seit Anfang März 231 COVID-19-Fälle durch das Gesundheitsamt bestätigt. 

Kehlerinnen und Kehler können sich hier auf Corona testen lassen. Dabei gilt es in der jeweiligen Praxis immer zuerst anzurufen, egal ob Symptome vorhanden sind oder nicht.

Seit das Gesundheitsamt des Landkreises den Städten und Gemeinden empfohlen hat, die Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern in öffentlichen Räumen (beispielsweise Hochzeiten und Geburtstagsfeiern) auf höchstens 50 Personen zu begrenzen, hat die Stadt Kehl eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen; sie gilt vorerst bis Freitag, 30. Oktober. Für Feiern im Privaten gilt eine Obergrenze von 25 Gästen.

Situation im Elsass (Stand: 19. Oktober)

In Straßburg und im Unter-Elsass steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infizieren, weiterhin rasant an: Im Unter-Elsass liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am 19. Oktober laut Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde bei 178,8, in der Région Grand Est bei 147,6. Der Wert gibt an, wie viele Menschen – bezogen auf 100 000 Einwohner – sich innerhalb von sieben Tagen mit dem Corona-Virus angesteckt haben.
Im Unter-Elsass sind übers Wochenende 606 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden, 1834 Kontaktpersonen wurden identifiziert. Bei den über 65-Jährigen im Unter-Elsass ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen auf 97,2 gestiegen, auch die Zahl der Covid-19-Patienten im den Krankenhäusern nimmt zu: Im Unter-Elsass werden dort am 19. Oktober nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde 80 Patienten behandelt, deren Covid-19-Erkrankungen einen schweren Verlauf genommen hat; zwölf Erkrankte liegen auf der Intensivstation, zwei weniger als am Freitag. Sechs Patienten wurden am 15. Oktober neu ins Krankenhaus eingeliefert.

Generelle Maskenpflicht in Straßburg

Die Maskenpflicht gilt auf der anderen Seite des Rheins in der Tram, auf Bahnsteigen, in Innenräumen öffentlicher Gebäude und überall im öffentlichen Raum auch im Freien. Von der Pflicht, eine Maske zu tragen, sind nur Kinder unter elf Jahren ausgenommen sowie Sporttreibende oder Menschen mit Beeinträchtigungen, die ein ärztliches Attest vorweisen können. Wer gegen die Maskenpflicht in Straßburg verstößt, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Dies gilt auch für deutsche Staatsbürger.

 Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht kann ein Bußgeld von 35 Euro fällig werden.zoom

Übersicht Inhalt

Anfragen beim Bürgerservice und im Bereich Ordnungswesen

Mit der Öffnung der Rathäuser nutzen Bürgerinnen und Bürger nun verstärkt das Telefon oder das neue Online-Ticketsystem, um Termine auszumachen. Trotz zusätzlicher Leitungen, ist die Zahl der Anrufe jedoch häufig so hoch, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann. Um dies zu vermeiden, können sich Kehlerinnen und Kehler auch per Mail an den Bürgerservice (buergerservice@stadt-kehl.de) oder an den Ordnungsbereich (polizeibehoerde@stadt-kehl.de) wenden. 

Terminvereinbarung in Rathäusern

Die Rathäuser und Ortsverwaltungen sind wieder für Personen geöffnet, die vorher einen Termin vereinbart haben. Allerdings gilt hier wie beim Einkaufen: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Die gleichen Regelungen finden für die Ortsverwaltungen ebenfalls Anwendung.

Vereinbart werden können die Termine per Mail oder unter folgenden nach Bereichen gegliederten Telefonnummern (immer mit der Vorwahl 07851), jeweils von 9 bis 16 Uhr. Natürlich ist eine Terminvereinbarung auch per Brief möglich.

Der Bürgerservice ist unter der Nummer 88-3477 zu erreichen. Hier können auch per E-Mail an buergerservice@stadt-kehl.de Terminvereinbarungen getroffen werden.

Das Gleiche gilt für das Standesamt (mit Friedhofsamt und Grundbucheinsichtsstelle), das sowohl unter standesamt@stadt-kehl.de als auch telefonisch unter 88-3470 erreichbar ist.

Bei den übrigen Bereichen werden die Termin nur telefonisch vergeben.

Archiv- und Museum: 88-2650
Ausländerangelegenheiten: 88-3423
Bauordnung: 88-4501
Bauservice: 88-4103
Bußgeldstelle: 88-3457
Elternzeit und GEZ: 88-2501
Finanzen: 88-3101
Familie und Bildung: 88-2102
Kommunale Abgaben: 88-3120
Kulturbüro: 88-2603
Mediathek: 882627
Mahnwesen: 88-3137
Ordnungswesen: 88-3401
Pflegestützpunkt: 88-2410
Rente: 88-2510
Stadtkasse: 88-3132
Stadtplanung/Umwelt: 88-4300
Sozialwesen/Obdachlosenbetreuung: 88-2500
Technische Dienste Kehl 88-4671
Verkehrswesen: 88-3436
Wohngeld: 88-2515

Die Ortsverwaltungen sind unter den bekannten Telefonnummern zu erreichen.

Deshalb ist Abstand halten so wichtig!zoom

Sportstätten

Die städtischen Sportstätten sind für den Übungsbetrieb geöffnet. Dies umfasst auch Sporthallen. Sie können von Sportlern - unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln - wieder genutzt werden. Auf dem Trainingsfeld gilt die Abstandsregel nicht, wohl aber die höchstzulässige Personenzahl von 20 Sportlerinnen und Sportlern. Im Sportunterricht an Schulen gilt die Klassengröße als Obergrenze. Abseits des Spielbetriebs sowie in den Umkleiden, auf den Toiletten sowie in den Duschen ist der Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. 

Hinweise für die Durchführung von Sportunterricht und außerunterrichtlichen Schulsportveranstaltungen

Situation in den Kitas

Auf Spielplätzen darf wieder gespielt werden - allerdings nur von einer begrenzten Anzahl von Kindern. Pro zehn Quadratmeter darf sich nur ein Kind auf dem Spielplatz aufhalten.zoom

Seit 1. September: Rückkehr zu 50 Betreuungsstunden

Die städtischen Kindertageseinrichtungen haben seit Mittwoch, 1. Juli, wieder ihren Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen aufgenommen. In den Kitas Kork, Vogesenallee, Sundheim und Goldscheuer konnte jedoch nur mit reduzierten Betreuungszeiten von 44 Stunden statt 50 Stunden gearbeitet werden. Der Grund dafür waren zu geringe Personalkapazitäten bei gleichzeitig erhöhten Hygienevorschriften und räumlichen Auflagen. Zum 1. September kehrten diese vier Einrichtungen ebenfalls wieder zur regulären Betreuungszeit von 50 Stunden zurück.

Zum Schutz der Gesundheit mussten die Bildungsbereiche in den Häusern vorsorglich umgestaltet und die Außenanlagen in Abschnitte unterteilt werden. Dadurch soll das Ansteckungsrisiko unter den Kindern minimiert werden. „Wichtig bleibt weiterhin, dass sich die Sorgeberechtigten an die corona-bedingten Auflagen halten und sich möglichst wenig in den Einrichtungen aufhalten“, sagt Fachkoordinatorin Michaela Könner. Kitas in denen die Rahmenbedingungen es zulassen, können die Regelungen etwas lockern: So haben die Sorgeberechtigten die Möglichkeit, das Kind entweder zu einem Willkommenspunkt in der Kita ("Orgi") oder zu einer pädagogischen Fachkraft im Bildungsbereich zu begleiten.

Auf Straßburger Seite hat die deutsch-französische Kinderkrippe Crèche, Außenstelle Vogesenallee, nach dreiwöchiger Sommerpause am Montag, 24. August, den Regelbetrieb wieder aufgenommen.

Situation in den Schulen

Mund-Nasen-Bedeckung

An weiterführenden Schulen, beruflichen Schulen sowie sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen gilt eine erweiterte Maskenpflicht. Nach die Landesregierung Pandemiestufe 3 ausgerufen hat, müssen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie Lehrerinnen und Lehrer einen Mund-Nasen-Schutz auch im Unterricht tragen. Lehrkräften, die sich weigern, eine Maske aufzusetzen, wird der Zugang zum Schulgebäude verwehrt. Von der Pflicht befreit ist, wer aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann. In Hochschulen gilt die Maskenpflicht ebenfalls während der Vorlesungen am Sitzplatz.
Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist an Schulen wie in Kitas ausgesetzt. Allerdings sind Lehrerinnen und Lehrer angehalten, einen Mindestabstand zu Eltern, Kollegium und Dritten zu wahren. Außerschulische Veranstaltungen sowie Kontaktsportarten im Unterricht entfallen; Hochschulen sind externe Veranstaltungen ebenso untersagt.

Die aktuelle Corona-Verordnung für Schulen findet sich hier.


Die Tram fährt wieder - zwar im eingeschränkten Betrieb und nur für Fahrgäste mit triftigem Grund, aber es ist ein erster Schritt.zoom

Öffentlicher Nahverkehr

In ganz Baden-Württemberg gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr. Dazu gehören neben Bussen, Bahnen und (Tram)Zügen auch – ganz wichtig – die Bahnsteige und Haltestellen. Außerdem muss bei Taxifahrten oder privat organisierten Fahrgemeinschaften, beispielsweise für den Weg zur Arbeit, eine Maske getragen werden.

Tram

Die Tram fährt nach ihrem regulären Fahrplan.

Bus

Alle Busslinien fahren nach ihrem regulären Fahrplan.

ALT und AST

Das Anruf-Linien-Taxi (ALT) fährt nach seinem regulären Fahrplan.

Um Mindestabstände auch im Fahrzeug einzuhalten, werden höchstens zwei Fahrgäste zur selben Zeit mitgenommen. Unterwegs können keine weiteren Fahrgäste zusteigen. Der Fahrer wird durch eine transparente Folie oder Plexiglas vom Fahrgastraum abgeschirmt und die Lüftung bleibt während der Fahrt ausgeschaltet.

Die Fahrer tragen Handschuhe und desinfizieren nach jeder Fahrt die Türgriffe. Die gleichen Regelungen gelten für das Anrufsammeltaxi (AST), das in den Nachtstunden verkehrt.

Zug

Die Ortenau-S-Bahn verkehrt nach ihrem Regelfahrplan.

Kulturelle Einrichtungen

Offene Jugendarbeit

Die offene Jugendarbeit nimmt ihren Betrieb teilweise wieder auf. Nach der vorübergehenden Schließung der Jugendhäuser aufgrund von Corona wurde wochenlang versucht, mit den Jugendlichen über die sozialen Medien Kontakt zu halten. Nun haben die Häuser jedoch wieder geöffnet – unter den geltenden Hygienebedingungen: „Laufwege müssen getrennt werden können, damit man sich nicht unnötig begegnet. Zudem muss gewährleistet sein, dass die Räume regelmäßig gelüftet werden können“, erläutert Binja Frick, Leiterin des Bereichs Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schule. Die Hygienekonzepte werden daher individuell für jedes Jugendhaus entwickelt. Erlaubt sind feste Gruppen mit bis zu 20 Personen (eingeschlossen des Betreuungspersonals). Die Gruppengrößen richten sich nach der Größe und den Begebenheiten des jeweiligen Jugendhauses.

Religiöse Veranstaltungen und Beerdigungen

Begrenzte Teilnehmerzahlen gelten ab Dienstag, 20. Oktober, für religiöse Veranstaltungen im Freien sowie für Beerdigungen. Wie das Kultusministerium in einer Corona-Verordnung vorschreibt, liegt die Grenze bei religiösen Veranstaltungen unter freiem Himmel bei maximal 500 Anwesenden, bei Beerdigungen sind maximal 100 Trauergäste zugelassen. Zudem müssen bei Veranstaltungen im Freien die Kontaktdaten erfasst werden, zudem rät das Kultusministerium, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Auch für Beerdigungen muss nach Maßgabe des Ministeriums ein Hygienekonzept vorliegen.

Einzelhandel, Gaststätten, Unternehmen

KOD berät Betreiber von Gaststätten

In den Gaststätten gelten Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Betreiber müssen die Kontaktdaten ihrer Gäste (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Datum und Uhrzeit des Besuchs) erfassen – und vier Wochen später wieder löschen. Stehen ist in den Gaststätten nicht gestattet, allen Gästen muss ein Sitzplatz zugewiesen werden; die Tische müssen in einem Abstand von eineinhalb Metern angeordnet werden. Sofern möglich, empfehlen Sozial- und Wirtschaftsministerium den Angestellten, einen Servierwagen zu nutzen, um Gäste zu bedienen. Außerdem müssen die Angestellten Gesichtsmasken tragen. Dies gilt auch in Außenbereichen, wo Mitarbeitende in direkten Kontakt mit Gästen kommen. Ebenso sind Gaststätten verpflichtet, ihre Besucherinnen und Besucher darauf hinzuweisen, sich die Hände zu desinfizieren oder mit Seife zu waschen. Das muss den Gästen vor Ort auch ermöglicht werden. Regelmäßig gesäubert und desinfiziert werden müssen Tische, Armlehnen, Türgriffe und Lichtschalter. Auch die Mitarbeitenden in Gaststätten sind verpflichtet, Arbeitsplatz und Arbeitsgeräte (Theke, Tastaturen, Bildschirme, Servierwagen, Zapfhahn) in gewissen Abständen zu desinfizieren. Vorzugsweise sollen Gäste bargeldlos bezahlen, empfehlen die Ministerien. Betreiber müssen ihre Gäste und Mitarbeitenden auf die neuen Regelungen hinweisen.

Clubs und Diskotheken

Clubs und Diskotheken müssen vom 19. Oktober an wieder geschlossen bleiben.

Hotels und Herbergen öffnen unter Auflagen

Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze dürfen wieder vollständig öffnen. Corona-bedingt sind die Öffnungen mit Auflagen verbunden: Es gilt die Maskenpflicht, Hygienekonzepte müssen vorgelegt und eingehalten werden, Abstandsregeln gilt es zu beachten.

Seit Dienstag, 2. Juni, dürfen zusätzlich zu Gaststätten auch Kneipen, Bars und Automatenbistros öffnen.

Informationen zu Auflagen gibt es auf der Homepage der Landesregierung.

Stadt stundet Unternehmen Steuern

Die Stadt unterstützt die Unternehmen in Kehl: Allen Firmen, die aufgrund der Corona-Krise Probleme haben, ihre Steuerzahlungen pünktlich zu leisten, stundet die Stadt die Zahlungen zunächst für drei Monate zinslos, unbürokratisch und ohne weitere Prüfungen.

Unternehmen, die beispielsweise Gewerbesteuervorauszahlungen oder Abschlusszahlungen zu leisten haben, können sich diese Beträge stunden lassen. Wenn ausreichende Gründe vorliegen, ist eine Ratenzahlung bis zum 31. Dezember 2020 möglich. Das entsprechende Antragsformular kann heruntergeladen und gerne per E-Mail an g.siebeneichner@stadt-kehl.de (oder per Post an: Stadt Kehl, Kommunale Abgaben, Herrn Gerd Siebeneichner, Rathausplatz 1, 77694 Kehl) geschickt werden.
Anträge zur Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen für das laufende Jahr sind an das Finanzamt zu richten. Auch beim Finanzamt wird darüber in einem vereinfachten Verfahren entschieden. Der entsprechende Antragsvordruck ist unter https://finanzamt-bw.fv-bwl.de/fa_offenburg abrufbar.

Newsletter und Hotline für Unternehmen

Weil auch für Unternehmer ein hoher Informationsbedarf besteht, stellt die Wirtschaftsförderung einen Newsletter zusammen, in dem auch die von Land und Bund angekündigten Hilfsmaßnahmen zusammengefasst werden. Firmen, welche diesen Newsletter künftig erhalten möchten, können sich unter der E-Mail-Adresse newsletter@marketing.kehl.de melden.

Das Land hat für Unternehmen in Baden-Württemberg  einen kostenlose Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist.

Informationen vom Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt hat die an der Telefon-Hotline zu Corona am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten darauf zusammengefasst.

Hotline für psychologische Beratung

Das Landratsamt Ortenaukreis hat eine neue Hotline Psychologische Beratung Corona eingerichtet. Dort stehen ab sofort Montag bis Freitag von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr erfahrene Expertinnen und Experten der Psychologischen Beratungsstellen im Ortenaukreis für Gespräche und Informationen zur Verfügung.
Die Hotline ist für den gesamten Ortenaukreis unter der Nummer 07821 9157 2557 erreichbar.

19.10.2020

 

Termine

 
 

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