Jetzt geht es los: Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes ist erfolgt

Ein Glasfaserkabel ist dünner als ein Haar und trotzdem: Wer es im Haus hat, kann mit bis zu einem Gigabit im Internet unterwegs sein. Ob Smarthome, Homeoffice mit Videokonferenz oder Gaming – der Glasfaseranschluss, den bis zu 2500 Haushalte in Auenheim, Leutesheim und Zierolshofen bis spätestens Ende 2022 bekommen können, macht es möglich, versicherte Klaus Vogel vom Infrastrukturbetrieb Region Südwest der Deutschen Telekom beim symbolischen Spatenstich für den nun beginnenden Netzausbau am Donnerstag (24. September) in Auenheim. Oberbürgermeister Toni Vetrano, der schnelles Internet für ganz Kehl seit Beginn seiner Amtszeit zur Chefsache gemacht hatte, freute sich besonders über die Tatsache, dass „das Ende einer langen und bisweilen nervenaufreibenden Reise“ erreicht ist und nun 8,85 Millionen Euro investiert werden.

Nehmen den symbolischen Spatenstich für den Ausbau des Breitbandes Netzes in Auenheim, Leutesheim und Zierolshofen vor (von links): Hannes Bertele, Leiter Technik Niederlassung Südwest der Deutschen Telekom, der Leutesheimer Ortsvorsteher Heinz Faulhaber, Klaus Vogel vom Infrastrukturbetrieb Region Südwest der Deutschen Telekom, der Zierolshofener Ortsvorsteher Heinz Speck, der Leiter des Bereichs Tiefbau bei der Stadt, Hans-Jürgen Schneider, Auenheims Ortsvorsteherin Sanja Tömmes, Petra Hauser, Bereichsleiterin bei den Technischen Diensten Kehl, Wirtschaftsförderin Fiona Härtel und Oberbürgermeister Toni Vetranozoom

Wenn alles nach Plan laufe, werde es in Kehl Ende 2022 keine weißen Flecken mehr geben, erklärte Toni Vetrano und so müsse es auch sein: Corona habe gezeigt, dass Homeoffice und Homeschooling überall im Stadtgebiet möglich sein müssten, und zwar unabhängig davon, ob der Wohnort in der Kernstadt oder in einem der Ortsteile liege. Besonders stolz sei er daher, dass es gelungen sei, im Eigenausbauprogramm der Telekom mit Hohnhurst auch die kleinste Kehler Ortschaft ins digitale Zeitalter zu holen.

Gregory Osyda von der Firma P. O. Bau führt beim Spatenstich in Auenheim vor, wie die Glasfaser in die Leitungen eingeblasen wird.zoom

Tiefbauarbeiten auf fast 70 Kilometern Länge sind nun notwendig, um rund 250 Kilometer Glasfaser und 129 Kilometer Lehrrohre zu verlegen, kündigte der OB an – Hannes Bertele, Leiter der Technik Niederlassung Südwest, ergänzte, dass dies in für die Anwohner verträglicher Form geschehen werde. 62 neue Netzverteiler wird die Telekom im Ausbau setzen, der auch Teile des Kehler Hafens und das interkommunale Gewerbegebiet ba.sic mit schnellem Internet versorgen wird. Gebaut werde mit regionalen Firmen aus Renchen und Rheinau.

Aus diesem Zauberkästchen in der Wohnung kommt nach dem Glasfaseranschluss schnelles Internet, erklärt Gregory Osyda von der Firma P. O. Bau den Gästen beim Spatenstich in Auenheim.zoom

Mit 3,3 Millionen Euro unterstützt der Bund, mit 2,6 Millionen Euro das Land diesen Glasfaserausbau, betonte OB Vetrano. Die Stadt Kehl bringt 655 000 Euro aus eigenen Mitteln ein. Zwar habe die Änderung der Förderkulisse durch den Bund das Verfahren zeitlich verzögert, am Ende aber „bekommen wir für einen geringeren städtischen Eigenanteil eine höhere Qualität“. Klaus Vogel erinnerte daran, dass jeder Gebäudeeigentümer, der kostenfrei ans Glasfasernetz angeschlossen werden möchte, einen Herstellungsauftrag erteilen müsse, „sonst fährt der Bagger am Haus vorbei“.

24.09.2020

 

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