Wirtschaftlicher Erfolg mit Umwelttechnologie: Firma Graf feiert Richtfest in ba.sic

97 Behördengänge hat Geschäftsführer Otto P. Graf hinter sich bringen müssen, bevor am Freitag, 25. September, im interkommunalen Gewerbegebiet ba.sic von Kehl und Neuried Richtfest gefeiert werden konnte. Die Firma Graf sei ein Beispiel dafür, „dass wirtschaftlicher Erfolg mit Umwelttechnologie sehr gut möglich ist“, sagte Bundestagsabgeordneter Peter Weiß über den Hersteller von Wassertanks aus recyceltem Plastik und von dezentralen stromlosen Kläranlagen. Die Produkte der Firma Graf „haben uns von Anfang an überzeugt und unsere Motivation, die Ansiedlung des Unternehmens zu ermöglichen, noch gesteigert“, erklärte Oberbürgermeister Toni Vetrano.

Feierten mit der Firma Graf Richtfest (von links nach rechts): Peter Heuken, Bürgermeisterstellvertreter von Neuried, Josef Lieb, Geschäftsführer des Zweckverbandes ba.sic, sein Vorgänger Jörg Armbruster, Guido Karsten, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands ba.sic, Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH Kehl, der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano, Geschäftsführer Otto P. Graf, Bundestagsabgeordneter Peter Weiß und Jochen Strosack, Ortsvorsteher von Altenheim.zoom

Im Juni 2016 hat das erste Treffen in ba.sic stattgefunden, daran erinnerten Geschäftsführer Otto P. Graf und OB Vetrano: Er sei damals auf kompetente und engagierte Gesprächspartner getroffen, lobte Otto P. Graf Zweckverbandsgeschäftsführer Josef Lieb, seinen Vorgänger Jörg Armbruster sowie die Kehler Wirtschaftsförderin Fiona Härtel. Um den zehn Hektar umfassenden Flächenbedarf des Unternehmens befriedigen zu können, der über die dem Zweckverband genehmigte Fläche hinausging, seien zahlreiche Abstimmungsgespräche mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Regionalverband, dem Ortenaukreis sowie in den Gemeinderäten von Neuried und Kehl notwendig gewesen, erklärte Toni Vetrano den langen administrativen Weg bis zum Baubeginn. Er dankte Otto P. Graf dafür, „dass Sie mit dem Willen, dem Durchhaltevermögen und der Ausdauer, die einen Marathonläufer auszeichnen, dieses Projekt nie infrage gestellt, sondern immer vorangetrieben haben“. Otto P. Graf habe etwas geschafft, was nicht viel schafften, sagte der OB: „Sie hatten eine klare Sprache und konnten überzeugen.“ Er habe sich sowohl von der Führung des Zweckverbands als auch von der Stadt Kehl gut unterstützt gefühlt – „das kenne ich von anderen Orten anders“, gab Otto P. Graf das Lob zurück.

Lobte beim Richtfest im interkommunalen Gewerbegebiet ba.sic die Zusammenarbeit mit dem Zweckverband und der Stadt Kehl: Geschäftsführer Otto P. Grafzoom

Die Standortentscheidung für ba.sic sei auch aufgrund der Nähe zu Frankreich gefallen, erläuterte der Geschäftsführer, die Firma Graf wolle den großen Markt für sich erschließen, zum einen für ihre dezentralen Kläranlagen, zum anderen aber auch für die großen, zu 70 Prozent aus im Unternehmen recyceltem Plastik bestehenden Tanks. Drei Maschinen werden im Gewerbegebiet ba.sic 50 000 Liter fassende Erdtanks aus einem Stück herstellen. Produziert werden sollen dort außerdem zusammengesetzte Tank mit einem Fassungsvermögen von 122 000 Litern – „das ist die Größe, die noch durch den Kreisverkehr passt“, witzelte Otto P. Graf. Ziel sei, die Tanks zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial – das auch aus dem gelben Sack kommt – zu fertigen.

Nach dem Richtspruch in der Halle, wurden traditionsgemäß die Gläser auf den Boden geworfen.zoom

Zu Beginn würden etwa 60 Mitarbeitende am Standort in ba.sic arbeiten, Otto P. Graf zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass diese Zahl rasch auf mehr als 100 anwachsen werde. Derzeit zählt das Unternehmen 600 Beschäftigte und macht einen Jahresumsatz von 120 Millionen Euro. Durch die Corona-Krise habe die Nachfrage nach den Wassertanks noch zugenommen, konnte der Geschäftsführer berichten – „wir hatten zeitweise Mühe nachzukommen“.

Oberbürgermeister Toni Vetrano bedankte sich bei Firmenchef Graf dafür, dass er die Ansiedlung auf dem zehn Hektar großen Areal in ba.sic mit dem Willen, der Ausdauer und dem Durchhaltevermögen eines Marathonläufers betrieben habe.zoom
Für den Bundestagsabgeordneten Peter Weiß ist die Firma Graf ein Beispiel dafür, dass Umwelttechnologien und wirtschaftlicher Erfolg sehr gut zueinander passen.zoom

25.09.2020

 

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