Robert-Koch-Institut stuft Grand Est als Risikogebiet ein – Gemeinsame Erklärung von Jeanne Barseghian, Pia Imbs und Toni Vetrano

Die Région Grand Est gilt ab Samstag (17. Oktober) als Risikogebiet: Am Donnerstagabend hat das Robert-Koch-Institut ganz Kontinental-Frankreich auf seiner Internetseite entsprechend eingestuft. Straßburgs Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian, die Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg, Pia Imbs, und der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano erinnern in einer gemeinsamen Erklärung daran, dass die Folgen der dreimonatigen Grenzschließung vom Frühjahr noch immer nachwirken und appellieren an die staatlichen Stellen beider Länder, beim Erlass von Maßnahmen und Einschränkungen die Tatsache zu berücksichtigen, dass Straßburg und Kehl einen gemeinsamen Lebensraum bilden. Die Regelungen müssten so gestaltet werden, dass die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie begrenzt würden.

Die gemeinsame Erklärung von Jeanne Barseghian (Oberbürgermeisterin von Straßburg), Pia Imbs (Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg) und Toni Vetrano (Oberbürgermeister von Kehl) im Wortlaut:

„Wir bedauern sehr, dass die Entwicklung der Corona-Lage zur Einstufung der Région Grand Est als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut geführt hat und hoffen sehr, dass sich die Konsequenzen aus dieser Einstufung auf den freien Grenzverkehr auf das Nötigste beschränken werden. Die starken Einschränkungen, die im Frühjahr erfolgt sind, haben die Bewohnerinnen und Bewohner unseres gemeinsamen, grenzüberschreitenden Lebensraums nachhaltig beeinträchtigt.
Wir appellieren daher an die französischen und deutschen Entscheidungsträger, die Tatsache, dass es sich hier um einen gemeinsamen Lebensraum handelt, beim Erlass von Maßnahmen und Einschränkungen zu berücksichtigen – vor allem, wenn es um die Zulassung von Ausnahmen bei der Quarantäne-Verpflichtung und der Testpflicht geht. Diese Ausnahmen müssen so gestaltet werden, dass die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie begrenzt werden – besonders für die Grenzpendler und die auf beide Rheinseiten verteilten Familien – und dass die sehr engen Verflechtungen, die unseren Lebensraum verbinden, gewahrt bleiben können.
Wir begrüßen den Austausch zwischen den französischen und deutschen staatlichen Stellen, der seit dem Frühjahr verstärkt wurde, dieser könnte aber mit den lokalen Gebietskörperschaften noch intensiviert werden – insbesondere mit der Eurométropole de Straßburg sowie mit den Städten Straßburg und Kehl. Wir fühlen uns weiterhin verpflichtet, die Bevölkerung in unserem gemeinsamen Lebensraum zu informieren und in dieser Zeit der Unsicherheit zu begleiten.“

Was sie Ende September beim ersten Arbeitstreffen besprochen haben, bekräftigen der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano und Pia Imbs, die Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg, in einer gemeinsamen Erklärung: Es darf keine Grenzschließung mehr geben.zoom
Am 30. September hat die Straßburger Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian  bei ihrer Rede im Straßburger Gemeinderat noch an die Verletzungen erinnert, welche die dreimonatige Grenzschließung im Frühjahr hinterlassen hat.zoom

15.10.2020

 

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