Kehl und Straßburg steigen bei KaléidosCOOP ein – OB: Neue Möglichkeiten in deutsch-französischer Aus- und Fortbildung

Die Städte Straßburg und Kehl sowie die Eurométropole de Strasbourg sind nun kofinanzierende Gesellschafter des grenzüberschreitenden Projekts KaléidosCOOP, das gerade auf einer Fläche von rund 2800 Quadratmetern auf dem ehemaligen COOP-Firmengelände im Straßburger Rheinhafenviertel entsteht. Die neuen Kooperationspartnerinnen wurden bei einer außerordentlichen Generalversammlung am Donnerstag aufgenommen. Die Stadt Kehl hat Anteile mit einer Gesamtsumme von 10 000 Euro gezeichnet. Bei KaléidosCOOP handelt es sich um einen sogenannten dritten Ort für Kooperation rund um die Themen Arbeit, Ausbildung, Unternehmertum, Sozial- und Solidarwirtschaft in Zusammenhang auch mit kulturellen Themen und Projekten. Oberbürgermeister Toni Vetrano sieht in KaléidosCOOP ein weiteres Leuchtturmprojekt rheinübergreifender Zusammenarbeit.

Mit dem grenzüberschreitenden Projekt, in dem sich auch deutsche und französische Unternehmen engagieren, eröffneten sich neue Kooperationsfelder, freute sich Oberbürgermeister Toni Vetrano bei der per Videokonferenz abgehaltenen Generalversammlung. Dass dieses „tolle Projekt in faszinierenden Räumen auf einem Areal mit deutsch-französischer Geschichte in unmittelbarer Nähe zum Rhein“ umgesetzt werde, sei ein weiterer Pluspunkt. Die Stadt erhoffe sich von der Beteiligung an KaléidosCOOP neue Perspektiven und Möglichkeiten für deutsch-französische Aus- und Fortbildungsprojekte für die eigenen Beschäftigten aber auch im Hinblick für die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden.

Präsident Peter Cleiß, Anne-Marie Jean, Pierre Roth und Toni Vetrano (von links)  konnten sich zur Besichtigung der Baustelle von KaléidosCOOP zusammentreffen.zoom

Im Anschluss an die Generalversammlung der vor ziemlich genau einem Jahr gegründeten Genossenschaft traf Toni Vetrano mit Anne-Marie Jean, Vizepräsidentin der Eurométropole de Strasbourg für Arbeit und nachhaltige Wirtschaft, und Pierre Roth, Beigeordneter bei der Stadt Straßburg für Sozial- und Solidarwirtschaft, zu einem Baustellenrundgang vor Ort mit dem KaléidosCOOP-Präsidenten Peter Cleiß zusammen. Der OB bezeichnete KaléidosCOOP dabei, als „weiteres Leuchtturmprojekt rheinübergreifender Zusammenarbeit“. Er sei sich sicher, fügte er hinzu, dass dieser Leuchtturm starke Signale aussenden werde. Anne-Marie Jean betonte, dass KaléidosCOOP ein ganzes Netzwerk aus Projektträgern, Kreateuren, Akteuren im Bereich von Beschäftigung und Unternehmensgründern moderieren und im sozialen und ökologischen Wandel sowie bei der Schaffung von Arbeitsplätzen begleiten werde. Pierre Roth hob hervor, dass dieses ehrgeizige Projekt im Bereich der Sozial- und Solidarwirtschaft innovative Idee fördern und gleichzeitig Unternehmen aus diesem Bereich Sichtbarkeit verleihen solle.

Das Projekt KaléidosCOOP auf dem ehemaligen COOP-Areal im Straßburger Rheinhafenviertel hat aus Sicht von OB Vetrano das Potenzial, ein neues Leuchtturmprojekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu werden.zoom

Wenn KaléidosCOOP – voraussichtlich am 22. Januar 2022 – eröffnet, werden um 20 Organisationen, darunter auch Stiftungen, Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger bieten, die sich in den genannten Bereichen engagieren möchten oder Arbeit suchen.

Hintergrund
Das Projekt KaléidosCOOP entsteht auf dem ehemaligen COOP-Areal im Straßburger Rheinhafenviertel in früher zur COOP-Verwaltung gehörenden Gebäuden, die weitgehend erhalten und saniert werden. KaléidosCOOP wird sich über eine Nutzfläche von 2800 Quadratmetern ausdehnen. Der Ausbau der Räumlichkeiten soll über ein INTERREG-Projekt finanziert werden, an dem die Stadt Kehl ebenfalls mit 15 000 Euro beteiligt ist. Geführt wird KaléidosCOOP von einer Art Genossenschaft, deren Präsident der ehemalige Leiter der Beruflichen Schulen, Peter Cleiß, ist. Sowohl interessierte Unternehmer als auch Privatpersonen, die an diesem Projekt mitarbeiten möchten, können Anteile (ein Anteil kostet 100 Euro) erwerben.

13.11.2020

 

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