Gedenken am Volkstrauertag beschränkt sich auf Kranzniederlegung

Keine Musik und keine Rede: Aufgrund der Corona-Lage konnte am Volkstrauertag (15. November) keine öffentliche Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof stattfinden. Oberbürgermeister Toni Vetrano legte auf dem Kehler Friedhof und am Ehrenmal jeweils einen Kranz nieder. Begleitet wurde er dabei von Vertretern der Fraktionen im Gemeinderat, dem Ersten Beigeordneten Thomas Wuttke und Feuerswehrkommandant Viktor Liehr.

Gemeinsam mit Vertretern der Fraktionen im Gemeinderat, Beigeordnetem Thomas Wuttke und Feuerwehrkommandant Viktor Lehr gedachte Oberbürgermeister Toni Vetrano auf dem Ehrenfriedhof den Opfern von Kriegen, Gewaltherrschaft, Terror und Hass.zoom

Auf dem Ehrenfriedhof verlas OB Vetrano das Totengedenken von Bundespräsident Dr. Walter Steinmeier bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Bundestages am 17. November 2019.

„Wir denken heute
an die Opfer von Gewalt und Krieg,
an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken
der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,
der Menschen, die durch Kriegshand¬lungen oder
danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und
Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die verfolgt und getötet wurden,
weil sie einem anderen Volk angehörten,
einer anderen Rasse zugerechnet wurden,
Teil einer Minderheit waren oder deren Leben
wegen einer Krankheit oder Behinderung
als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,
die ums Leben kamen, weil sie Widerstand
gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,
und derer, die den Tod fanden, weil sie an
ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern
um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage,
um die Opfer von Terrorismus und
politischer Verfolgung,
um die Bundeswehrsoldaten und
anderen Einsatzkräfte,
die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,
die bei uns durch Hass und Gewalt gegen
Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen,
die Leid tragen um die Toten und
teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der
Hoffnung auf Versöhnung unter den
Menschen und Völkern,
und unsere Verantwortung gilt dem
Frieden unter den Menschen zu Hause
und in der ganzen Welt.“

Diese Worte hätten aufgrund der aktuellen Ereignisse eine besondere Bedeutung, sagte Toni Vetrano und bedauerte, dass die eigentlich zum Volkstrauertag geplante Veranstaltung nicht stattfinden konnte, bevor er zu Kranzniederlegung zum Ehrenmal aufstieg.

Aufgrund der Corona-Lage musste sich das Gedenken am Volkstrauertag auf die Kranzniederlegung am Ehrenmal beschränken.zoom

15.11.2020

 

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