Tulla-Realschülerinnen und -schüler radeln auf Ergometer durch virtuelle Alpen

Eine Fahrradtour durch die Alpen – die Schüler der Tulla-Realschule müssen dafür keine Urlaubskoffer packen und in die Schweiz oder nach Österreich reisen. Seit Kurzem müssen sie einzig auf das Läuten der Pausenglocke nach dem Unterricht warten, dann kann die Radtour starten. Auf Initiative des Fördervereins sind zwei Ergometer im Ganztagsbereich der Tulla-Realschule aufgestellt worden. Der Clou: Hier können sich Schüler nicht nur verausgaben, gleichzeitig können sie ihr Mobiltelefon aufladen.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an den neuen Gerätschaften ist groß, weiß Jugendarbeiter Steffen Klaus. „Wann dürfen wir endlich auf die Räder?“, ist daher eine Frage, die ihm in letzter Zeit häufiger begegnet. Unter den Heranwachsenden ist ein kleiner Wettbewerb entfacht. Wer schafft auf dem Ergometer schneller, die Strecke von einem Kilometer zurückzulegen? „Der momentane Rekord liegt bei zwei Minuten. Aber ich bin sicher, dass er in den kommenden Tagen noch gebrochen wird“, berichtet der Jugendarbeiter und lacht. Die Idee, Sportgeräte aufzustellen, an denen Kinder und Jugendliche in den Pausen „Dampf ablassen können“, wie Steffen Klaus es beschreibt, stammt vom Förderverein der Tulla-Realschule. Alsbald fiel die Wahl auf zwei Ergometer. Allerdings nicht in der klassischen Variante wie man sie aus Fitnessstudios kennt, sondern mit einem Zusatz versehen, der sie für Schülerinnen und Schüler interessant macht.

In der Pause tritt der Sechstklässler Levin Halkacioglu kräftig in die Pedale und radelt dabei auf dem Smartphone durch einen virtuellen Canyon.zoom

Bei einer kleinen Demonstration zeigen der elfjährige Alexander Gontschar und die Neuntklässlerin Melinda Sänger, wie die Räder funktionieren. Jugendarbeiter Steffen Klaus legt dazu sein Handy in die Halterung und holt sich die Schweizer Alpen mithilfe einer App auf sein Mobiltelefon. Auf dem kleinen Bildschirm schlängelt sich ein asphaltierter Radweg durch das Gebirge. Dabei reagiert die App auf Melinda Sänger und Alexander Gontschar. Erst wenn sie in die Pedale treten, bewegen sie sich auch auf der virtuellen Strecke vorwärts. Sind die Alpen auf den beiden Trimm-Dich-Rädern durchquert, können weitere Bergstrecken auf das Display geladen werden, beispielsweise die Rocky Mountains in den USA.
Die Ergometer fungieren nebenbei auch als Ladestation für Handyakkus – vorausgesetzt, die Schülerinnen und Schüler treten fleißig in die Pedale. „Uns war wichtig, dass die Geräte stabil sind, einen USB-Anschluss haben und dass damit Rennen gefahren werden können“, berichtet Jugendarbeiterin Andrea Neutzler. Gemeinsam mit Steffen Klaus und Isabella Leser betreut sie die Schülerinnen und Schüler im Ganztagsbereich bis 16 Uhr. Zusätzlich hat sich Andrea Neutzler um die Beschaffung der beiden Räder gekümmert. Sie kommen aus dem Kehler Sportgeschäft Hahn.

Von links: Schulleiter Joachim Seidelmann, Jugendarbeiterin Andrea Neutzler, Neuntklässlerin Melinda Sänger, Bruno Dierle (Kassierer des Fördervereins), Carla Sänger (Vorsitzende des Fördervereins), Sechstklässler Alexander Gontschar, Konrektor Erik Sander und Frank Riebel, Geschäftsführer von Sport Hahn.zoom

19.11.2020

 

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